Saftiges Kichererbsen-Brot


 

 

Ihr habt euch schon lange ein Rezept für ein einfaches, unkompliziertes Brot von uns gewünscht, das auch nach einigen Tagen noch saftig und aromatisch ist. Et voila – hier ist es! Ein vielseitiges und einfaches Brot, das sich lange frisch hält. Zudem liefert es eine extra-Portion Eiweiß, so dass es lange satt macht.

Dieses Basis-Brotrezept könnt ihr super abwandeln und verfeinern, z.B. mit einer Handvoll Sonnenblumenkernen, Nüssen oder anderen Saaten. Wer mag, kann das Brot mit ca. 1/2 Teelöffel gemahlenem Kreuzkümmel verfeinern oder das Öl im Teig durch Schwarzkümmelöl ersetzen – für eine tolle orientalische Note! Ca. 50 g grob gehackte Oliven oder Paprika / milde Chili passen perfekt zu diesem Brot. Wer Lust hat, kann das Mehl durch Vollkornmehl ersetzen (dann bitte noch einige Esslöffel Wasser zufügen).

 

Ihr seht: Dieses Brot ist super vielseitig und zudem schnell und einfach gemacht. Probiert es aus und wenn ihr mögt, lasst uns doch einen Kommentar da, wie es euch geschmeckt hat. Oder welche Ideen ihr habt, um dieses Brot noch weiter zu verfeinern.

Übrigens: das Rezept ist inspiriert von unserem Bestseller „Brot backen im Topf„, aus dem wir euch hier auf der Webseite schon einige weitere Rezepte vorgestellt haben.

Einige weitere Rezepte für Brote im Topf findet ihr z.B. hier:

Focaccia aus dem Topf

Goldenes Brot mit Mais und Hirse – im Topf gebacken

Skyr-Malzbierbrot, im Topf gebacken

Sauerteigbrot aus dem Topf

Buttermilchbrot aus dem Tontopf (mit Geling-Garantie)

 

 

 

Saftiges Kichererbsenbrot

Zutaten:

1 Dose Kichererbsen – 400 g Gesamtgewicht (entspricht i.d.R. 240 g Abtropfgewicht + Flüssigkeit)

240 ml heißes Wasser

1 Esslöffel Öl

1 Päckchen Trockenhefe oder 1/2 Würfel frische Hefe

530 g Dinkelmehl Type 630

90 g Leinsamen

1 Esslöffel Salz

 

 

Zubereitung:

1. Zuerst die Kichererbsen mitsamt der Flüssigkeit aus der Dose pürieren. Dann mit dem Wasser mischen.

2. Nun alle übrigen Zutaten hinzufügen und alles verkneten. Der Teig ist ein wenig klebrig – das ist normal.

3. Den Teig abdecken und an einen warmen Ort stellen, damit er schonmal gehen kann.

4. Nun den Topf vorbereiten. Dazu einen gusseisernen Topf, Römertopf oder auch einen herkömmlichen Kochtopf (ohne Kunststoffelemente) einfetten und mit Haferflocken, Mehl oder Leinsamen ausstreuen.

5. Den Teig in den Topf füllen. Abdecken (z.B. mit dem Topfdecken) und an einem warmen Ort 1 Stunde gehen lassen. Nun könnt ihr das Brot entweder sofort backen oder nochmal bis zu 12 Stunden im Kühlschrank lagern, bis zum Backen (perfekt, wenn man morgens zum Frühstück frisches Brot haben möchte). Wichtig: Im nicht vorgeheizten Ofen und ohne den Topfdeckel backen.

Temperatur: 220°C (Ober- und Unterhitze)

Backzeit: 1 Stunde

(die Backzeit kann sich um ca. 5 – 10 Minuten verlängern – je nach dem, wie schnell euer Ofen die Backtemperatur erreicht – ist euer Ofen immer etwas „langsam“, lasst das Brot lieber 5 bis 10 Minuten länger drin 😉)

 

 

 

 


Tipps & Tricks für euer perfekts Brot:

Wertvolle Tipps und Tricks rund ums Brotbacken findet ihr hier.

Hier findet ihr Tipps und weitere Rezepte fürs Brotbacken im Römertopf.

Hier gibts Infos rund ums Brotbacken im gusseisernen Topf.

„Die Hefe, die nie leer wird“ – wie funktioniert das?

…und hier unsere 10 liebsten Brotrezepte aller Zeiten

 


Übrigens: Kichererbsen sind super gesund. Ein Grund mehr, sie öfters mal in den Speiseplan einzubauen.

Hülsenfrüchte wie Kichererbsen, aber auch weiß oder schwarze Bohnen, Kidneybohnen, Erbsen, Linsen etc. sind als ballaststoffreiche Lebensmittel bekannt. Damit haben sie den Vorteil, dass sie sehr lange sättigen und den Blutzuckerspiegel konstant halten. Brot und Brötchen mit Hülsenfrüchten eignen sich also wunderbar für Menschen, die lange satt und leistungsfähig sein möchten.

Gerade Brote und Brötchen stellen auch eine tolle Möglichkeit dar, die Hülsenfrüchte in den Alltag zu integrieren. Denn insbesondere Menschen, die wenig oder keine tierischen Lebensmittel zu sich nehmen, sorgen sich oft, ob sie überhaupt genug Eiweiß essen. Kichererbsen, Linsen, Bohnen & Co. sind da willkommene Eiweißquellen. In Gebäck lassen sie sich toll unterbringen – für eine Extra-Portion Proteine.

Eiweiß fördert die Fettverbrennung und kurbelt den Stoffwechsel an. Eiweiß aktiviert den Stoffwechsel auf zweierlei Weisen: Da ein Drittel der im Eiweiß enthaltenen Kalorien unmittelbar verbrannt wird, wird dem Körper zum einen im wahrsten Sinne des Wortes eingeheizt. Zum anderen ist bekannt: Muskeln benötigen Protein um richtig funktionieren und wachsen zu können. Daher ist es wichtig, über die Nahrung genügend Protein für den Körper bereitzustellen, um dafür zu sorgen, dass ausreichend Muskelmasse vorhanden ist. Und Muskulatur wiederum erhöht den Grundumsatz des Körpers an Kalorien – selbst im Ruhezustand! Es lohnt sich also, ein den Muskelaufbau nicht aus den Augen zu verlieren, wenn man abnehmen oder sein Gewicht mühelos halten will – was bei Diabetes allgemein empfohlen wird.

Sie können Ihren Proteinbedarf leicht durch die normale Ernährung decken, wenn Sie darauf achten, öfters zu proteinreichen Lebensmitteln zu greifen. Eiweißpulver oder ähnliches sind dann nicht nötig. Zur Orientierung ist es hilfreich, zu wissen, dass Sie pro Kilogramm Körpergewicht ungefähr 0,8 g bis 1 g Protein am Tag verzehren sollten.

Fast alle Hülsenfrüchte enthalten reichlich Magnesium, Kalium, Eisen und Zink, B-Vitamine und Folsäure. Auch der Gehalt des Spurenelements Molybdän ist hoch. Molybdän unterstützt die Umwandlung von Nahrung in Energie. Das in den Hülsenfrüchten enthaltene Lecithin wirkt einem hohen Cholesterinspiegel entgegen und schützt Darm und Leber. Es ist zudem maßgeblicher Bestandteil gesunder Nervenzellen und beispielsweise für eine gute Hirnleistung unerlässlich.

Ein weiterer positiver Aspekt: Der hohe Anteil an unverdaulichen Stoffen, den Ballaststoffen, sorgt dafür, dass Hülsenfrüchte lange sättigen und den Blutzuckerspiegel nur sehr langsam ansteigen lassen. Dies beugt wiederum Heißhunger vor. Die Ballaststoffe regen zusätzlich die Peristaltik an. Schadstoffe werden dadurch schneller ausgeschieden und können dadurch weniger Schäden am Gewebe verursachen. Ballaststoffe sind die unterschätzten Fitmacher in unserem Essen. Lange galten sie als relativ nutzloser Ballast in der Nahrung und für den menschlichen Körper als nicht nutzbar. Doch die Wissenschaft ist sich inzwischen einig: Ballaststoffe haben wertvolle Funktionen, durch die sie uns gesünder, fitter und sogar schlanker machen.

Und: Ballaststoffe haben sich als wichtige Nahrung für unser Mikrobiom herausgestellt. Das sind Keime, die den menschlichen Verdauungstrakt besiedeln und unter anderem beeinflussen, wie gut das Immunsystem funktioniert, ob wir zum Dick- oder Dünnsein neigen und wie gut unsere Stimmung ist. Ballaststoffe sind die Lieblingsnahrung der „guten“ Darmkeime. Und wo es genug der guten Darmbakterien gibt, gibt es keinen Lebensraum für krankmachende Keime, die Unwohlsein, Entzündungen bis hin zu Allergien und Autoimmunkrankheiten verursachen können. Das menschliche Mikrobiom steht gerade erst am Anfang seiner Erforschung. Doch in einem Punkt sind sich die Wissenschaftler einig: Geht es unserem Mikrobiom gut, geht es auch uns gut! Es lohnt sich also, die guten Keime durch ballaststoffreiche Nahrung gezielt zu (er)nähren.

Wie wertvoll die Ballaststoffe aus den Hülsenfrüchten sind, konnte eine japanische Forschergruppe in einer sehr groß angelegten Studie mit einer riesigen Anzahl Menschen feststellen. Mehr als 43.000 Menschen nahmen an der Studie teil und die Studie dauerte sieben Jahre. Sie untersuchte während dieser Zeit gezielt die Auswirkung vom Verzehr von Hülsenfrüchten (in der Studie wurden dazu Bohnen bevorzugt) auf Darmkrebs. Das Ergebnis: Die Ballaststoffe aus den Hülsenfrüchten hatten einen größeren Einfluss auf die Darmkrebsstatistiken als alle anderen Ballaststoffquellen. Und je mehr Ballaststoffe in Form von Bohnen, Erbsen & Co. die Probanden im Verlauf des Beobachtungszeitraumes zu sich nahmen, umso geringer war ihr jeweiliges Risiko, am gefürchteten Darmkrebs zu erkranken.

Zudem zeigte weitere eine Studie mit über 90.000 Krankenschwestern, dass Frauen, die mindestens zweimal wöchentlich Hülsenfrüchte in ihre Nahrung integrierten, ihr Brustkrebsrisiko senken konnten. Als Grund vermuten Forscher, dass einerseits die Ballaststoffe in Kichererbsen, Soja, Bohnen, Linsen, Erbsen etc. besonders effektiv vor der Aufnahme von krebserzeugende Substanzen schützen.

Andererseits sind Hülsenfrüchte reich an Flavonoiden und Antioxidantien, die die freien Radikale neutralisieren, bevor sie Schaden anrichten können. Wie wichtig Antioxidantien sind, ist inzwischen wohl jedem bekannt.

Und zum dritten liefern Hülsenfrüchte natürliche Folsäure, die zur Reparatur und zum Aufbau der gesunden DNA beiträgt. Gerade die antioxidativen Wirkstoffe zeigen auch eine positive Wirkung bei Alzheimer, Gefäßerkrankungen, zu hohem Blutdruck etc.

Um den positiven Aspekt für sich zu nutzen, können Sie zu jeder Art von Hülsenfrüchten greifen, etwa zur beliebten Kidneybohne, zu weißen Bohnen, Schwarzbohnen, Kichererbsen oder Lima-Bohnen, rote, braune oder schwarze Linsen, etc. – dank den vielen verschiedenen Möglichkeiten ist Abwechslung auf dem Speiseplan garantiert!

Getrocknete Hülsenfrüchte müssen vor der Zubereitung meistens in reichlich Wasser einweichen. Ist Ihnen das zu kompliziert, greifen Sie ruhig zu Hülsenfrüchten in Konservendosen. Diese enthalten ebenfalls fast alle wichtigen Nährstoffe und sind besonders schnell und einfach in der Zubereitung. Wichtig zu wissen ist, dass die meisten Hülsenfrüchte Stoffe enthalten, die im rohen Zustand nicht nur unverdaulich, sondern teilweise sogar giftig für den menschlichen Körper sein können. Daher sollten Sie Hülsenfrüchte immer garen oder, wie beschrieben, zu bereits gegarten Hülsenfrüchten aus der Konserve greifen.

Ein Fun-Fact am Rande: Die beliebte Erdnuss zählt ebenfalls zu den Hülsenfrüchten. Trotz des Namens ist sie keine Nuss, sondern als Hülsenfrucht eng mit Kichererbsen, Linsen, Soja und Co. verwandt.

 


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