Die 22 besten Kuchen ohne Weizenmehl


 

Es ist mal wieder so weit: Einige Backzutaten wie z.B. das ganz klassische Weizenmehl sind derzeit ja wiedermal ausverkauft 🙄Ihr hattet uns daher nach Alternativen gefragt. Nichts lieber als das! Heute haben wir ein „Best of“ für euch: Die besten Kuchen ohne Weizenmehl!

Kuchen backen gehört ja zu den wirklich schönen Hobbies. Um so schöner, wenn man trotz Mehlkrise Kuchen backen kann. Hier haben wir darum die besten Kuchenrezepte ganz ohne WEIZENmehl für euch. Andere Sorten, z.B. Dinkel, kommen aber teilweise vor.

Mehr Rezepte ohne Weizenmehl (eigentlich sogar ganz ohne Mehl) findet ihr z.B. auch in unserem Buch Kuchen backen ohne Mehl. Da wird vor allem mit Nüssen, Haferflocken und anderen tollen Zutaten gebacken. Diese Kuchen sind einfach mal was ganz anderes, und vor allem super lecker!

 

 

Übrigens: Wer gerade auch Brot backen möchte und diesbezüglich an die Grenzen der Verfügbarkeit von Zutaten stößt, dem empfehlen wir unseren Blogartikel Brot ohne Mehl und Hefe.


Jetzt aber zu diesen leckeren Kuchen ohne Weizenmehl:

 

Die besten Kuchenrezepte ohne Weizenmehl

 

Zucchini-Kuchen mit Skyr-Frosting

Kuchen ohne Mehl: Kirschkuchen

So erfrischend: Beerentorte mit Skyr

Schnell & lecker: Marmeladenkuchen

Kuchen im Glas II heute mal vegan!

Low Carb Schoko-Macadamia-Kuchen

Low Carb Rübli-Lebkuchencupcakes

Zucchinikuchen – schnell & einfach

Himbeer-Frischkäse-Torte unter 200 Kalorien

Easy Mandelzopf

Omas Apfelkuchen – kalorienreduziert!

Schokoladige Zucchini-Schnitten unter 200 Kalorien

Törtchen mit Mandeln & weißer Schokolade

Kuchen im Glas III – Eisiges Vergnügen

Winterliche Tiramisu-Torte

Apfelmuffins mit Chia

Rote Bete Schokokuchen

Kuchen im Glas I

Kuchen im Glas: Der Wintertrend!

Schneller Mandel Birnenkuchen

Cremiger American Cheesecake – kalorienarm

Kanelbullar – Schwedische Zimtschnecken

…und zum Schluss noch: kein Kuchen, aber auch einfach lecker:

Lecker: Low Carb Cantuccini


…Ihr sucht mehr Ideen zum Backen ohne Weizenmehl? Dann schaut doch mal hier:

 


Mehr Ideen gesucht? Dann schaut doch mal hier!

 

 


 

Ihr kocht und backt gern? Dann sind diese Rezepte bestimmt was für euch:

 

Ein Teig – 7 Brote

11 unwiderstehliche Plätzchen- & Pralinenrezepte zu Weihnachten

Die 13 besten Geschenkideen aus der Küche

 

Die 12 besten Kuchen ohne Zucker

 


Gut zu wissen:

Weizen: Warum er so umstritten ist

Weizen steht bereits seit langer Zeit im Verdacht, verschiedene Allergien, Übergewicht und Demenz sowie sogar einige Krebsarten zu begünstigen. Besonders der heute weit verbreitete und viel genutzte „Hochleistungsweizen“, der von der Industrie so sehr geschätzt wird, hat beim Verbraucher ein schlechtes Image.

Denn neben dem im Weizen enthaltenen Gluten gelten auch auch weitere Stoffe als Gesundheitsrisiko, allen voran Weizenkeim-Lektine, Phytinsäure oder die Amylase-Trypsin-Inhibitoren, kurz ATI.

Getreidepflanzen produzieren ATI zur Abwehr von Parasiten. Essen wir Menschen ATI, so produziert unser Körper Entzündungsstoffe. Durch diese Immunreaktion wird die Darmschleimhaut bei einigen Menschen erheblich geschädigt (anderen Menschen scheint dies hingegen nichts auszumachen – die persönliche Toleranzschwelle ist hier offenbar sehr individuell).

Das Problem: Moderner Weizen wurden so gezüchtet, dass er einen deutlich höheren Gehalt an ATI aufweist, als früher. Das Ziel dieser Züchtung war ursprünglich ein guter Gedanke: Es sollte so ein besserer Schutz vor Insekten und Parasiten erreicht werden, mit dem schönen Nebenffekt, auch weniger Pestizide und Pflanzenschutzmittel einsetzen zu müssen. Doch was offenbar niemand bedachte hatte, warn die Empfindlichkeit zahlreicher Menschen auf ATI. Die negativen Folgen spüren heute zunehmend mehr Konsumenten in Form von Weizen-Unverträglichkeiten.

Eine logische Konsequenz wäre es, den Einsatz von Weizen zu reduzieren, um diesen Menschen zu helfen, auch weiterhin Lebensmittel konsumieren zu können. Doch von der Lebensmittelindustrie werden Weizenmehl und Weizenstärke (die logischerweise aus dem oben genannten Hochleistungs-Weizen gewonnen werden) weiterhin gern als Zutat eingesetzt. Denn Weizen ist billig und leicht verfügbar und eignet sich somit perfekt als preisgünstiges Füllmitten. Er wird etwa in Light-Produkten, Fertiggerichten, Soßen und Desserts eingesetzt. Aber auch in Lebensmitteln, in denen wir es nicht erwarten, z.B. in Wurstwaren, manchen Fertig-Gemüse- und Kartoffelprodukten, Knabberartikeln etc.

Weizen begegnet uns überall – ob wir es wollen oder nicht. So nehmen viele Menschen ohne ihr Wissen viel mehr Weizen zu sich, als sie eigentlich glauben und möchten.

Der Verzicht auf Weizen und Weizenprodukte ist also gar nicht so einfach. Er kann sich aber durchaus lohnen. Denn wissenschaftlich erwiesen ist inzwischen auch: Lebensmittel, die viel Stärke, z.B. aus Weizen, enthalten, lassen den Blutzuckerspiegel erst massiv ansteigen und dann ebenso rasant absinken.

Die Folge davon ist Heißhunger auf noch mehr Stärkehaltiges. Kein Wunder also, dass viele Menschen inzwischen vorsorglich einen großen Bogen um den industriellen Hochleistungsweizen machen und Produkte meiden, in denen er verarbeitet wurde. Die gute Nachricht: Trotz Weizenverzicht müssen Sie nicht auf leckere Backwaren verzichten. Hier lesen Sie, wie einfach es geht!

Die Geteide-Alternative: Dinkel

Dinkel wurde bereits vor 8.000 Jahren in Ägypten angebaut und verbreitete sich mit der Völkerwanderung nach Europa. Obwohl er hier zulande jahrhundertelang als Grundnahrungsmittel galt, geriet es ab dem 19 Jahrhundert zunehmend in Vergessenheit und wurde vor allem durch den ertragreicheren Weizen verdrängt. Erst in den letzten Jahren tritt der Dinkel wieder seinen Siegeszug in unseren Breiten an. Und das zu Recht – ist Dinkel doch urgesund und gilt als gut verträglich! Denn im Gegensatz zu Weizen hat Dinkel keine so „zucht-intensive“ Vergangenheit, da er für die Industrie aus verschiedenen Gründen unattraktiv und zu unlukrativ war.

Schon die heilkundige Nonne Hildegard von Bingen empfahl Dinkel als wertvolle Speise, die allerlei gesundheitliche Beschwerden lindern oder ihnen vorbeugen konnte. Ähnlich wie der nah verwandte Weizen und viele andere Getreide ist Dinkel reich an Gluten. Anders als Weizen wird Dinkel aber vom Körper leichter verwertet und als besonders sättigend empfunden. Dinkel enthält mehr Mineralstoffe und Spurenelemente als sein Verwandter, der Weizen. Er ist Weizen beispielsweise im Gehalt von Eisen, Magnesium, Zink, Mangan und Kupfer sowie an Silizium (auch Kieselsäure genannt) überlegen. Auch der Gehalt der „Nerven“-Vitamine B1, B2, B3 und B6 ist in Dinkel hoch, außerdem der Vitamin-E-Gehalt. Dinkel liefert acht essentielle Aminosäuren und wichtige Bausteine für sämtliche Zellen, von Muskel- über Blut- bis zu den Nerven.

Weil Dinkel wenig Dünger verträgt und benötigt, und da das Dinkelkorn unempfindlich gegen Schädlinge und Krankheiten ist, wird er oft im ökologischen oder Bio-Landbau angebaut. Dieser Bio-Dinkel ist daher weitgehend frei von Chemikalien wie etwa Pestizidrückständen und daher eine Wohltat für den Körper. Dinkelmehl ist mit verschiedenen Typenzahlen erhältlich. Je höher die Typenzahl ist, desto vollwertiger ist das Mehl und desto rustikaler fällt das Backergebnis aus.

Dinkelmehl ist die im Handel gebräuchlichste Form und gerade im Dinkelvollkornmehl sind Vitamine, Mineralstoffe, Pflanzen- und Ballaststoffe reichlich enthalten. Zum Backen können aber auch Dinkelflocken sehr gut verwendet werden, die ebenfalls aus dem vollen Korn gewonnen werden. Kernige Dinkelflocken sie liefern ein eher rustikales Backergebnis.

Essentielle Aminosäuren im Dinkel unterstützen den Aufbau von Muskeln, Nerven und die Bildung wichtiger Botenstoffe. Die Ballaststoffe des Getreides regulieren die Verdauung.

Getreide-Alternativen aus sogenanntem Pseudogetreide: glutenfrei und gesund

Andere Getreidearten und Pseudogetreide, die gern zum Backen von Brot und Kuchen verwendet werden, sind etwa Buchweizen, Mais und Hirse. Diese enthalten kein Gluten und müssen daher mit anderen Getreidearten oder Bindemitteln kombiniert werden. Grundsätzlich ist es vorteilhaft, in der Ernährung möglichst unterschiedliche Getreidesorten zu verwenden. Eine gewisse Abwechslung tut dem Körper gut, denn jede Pseudogetreideart liefert ganz bestimmte Nähr- und Inhaltsstoffe. Besonders der Mikronährstoffgehalt ist in einigen Pseudogetreiden bemerkenswert hoch. Nicht umsonst gelten Quinoa, Amaranth & Co. auch als Superfoods!

Es ist also nicht nur ein Genuss, beim Backen zwischen verschiedenen Zutaten zu variieren und immer wieder Neues auszuprobieren, sondern auch gesund! Durch eine hohe Vielfalt erreicht man eine optimale Nährstoffversorgung. Integrieren Sie daher möglichst oft unterschiedliche Getreidearten in Ihre Ernährung!

 

Nüsse & Saaten – für besondere Kuchen

Nüsse und Mandeln lassen sich wunderbar zum Kuchenbacken nutzen. Auch sie sind glutenfrei und es ist daher unumgänglich, sie mit Bindemitteln wie z.B. Ei oder Leinsamen, oder auch zusammen mit Mehl, zu verarbeiten.

Ein großer Vorteil der Nüsse: Sie sind sehr gesund. Einer der Gründe ist ihr hoher Gehalt an essentiellen Omega-3-Fettsäuren. Diese spielen in der Ernährung eine wichtige Rolle, da der Körper sie nicht selbst produzieren kann, sondern zugeführt bekommen muss. Diese Fette hemmen Entzündungsreaktionen und sollen sogar vor Krebs schützen.

Nüsse sind reich an Antioxidantien, also jenen Pflanzenstoffen, die freie Radikale neutralisieren. Hinzu kommt das „Zellschutz-Vitamin“ E. Nüsse und Mandeln wirken zudem prebiotisch: Sie liefern den wertvollen Darmbakterien Nahrung und sorgen so für eine gesunde Darmflora und ein stabiles Immunsystem. Ihr hoher Gehalt an Ballaststoffen von bis zu 15,2% machen Nüsse zu extra-gesunden Zutaten!

Das Problem der Nüsse ist aber ihr Image als Dickmacher. 100g Walnüsse haben beispielsweise rund 650 Kilokalorien. Allerdings belegen Studien, dass der Verzehr von Nüssen sogar schlank machen kann. Wie kann das sein? Forscher gehen davon aus, dass aufgrund der harten Struktur der Nuss, die auch beim Kauen nicht völlig zerstört wird, nur ein Bruchteil der Kalorien vom Körper aufgenommen werden kann. Ein großer Teil wird unverdaut ausgeschieden. Studien weisen außerdem darauf hin, dass Nussverzehr zu niedrigeren Cholesterinwerten und einem ausbalancierten Insulinspiegel führt. Und ein ausbalancierter Insulinspiegel bedeutet: Weniger Heißhunger!

Kerne und Saaten lassen sich – z.B. sehr fein vermahlen – ebenfalls zum Kuchenbacken nutzen. Auch sie sind wahre Kraftpakete. Kein Wunder, enthalten sie doch alles, was eine neue Pflanze für Ihren Start ins Leben braucht! Sie liefern essentielle Fettsäuren und die Vitaminen E, A und K. Diese können Entzündungen im Körper vorbeugen. Zudem sind Kerne reich an sekundären Pflanzenstoffen und Omega-3-Fettsäuren, die für ihre positive Wirkung auf Herz und Blutgefäße bekannt sind. Sie senken den Wert des „bösen“ LDL-Cholesterins und verhindern, dass ein Teil der in der Nahrung vorhandenen Menge des Cholesterins aufgenommen wird.

Sie machen sogar glücklich. Denn die Kerne enthalten die Aminosäure Arginin. Diese weitet die Blutgefäße, das Blut kann besser zirkulieren. Auf diese Weise wird der Körper besser mit Sauerstoff versorgt, das allgemeine Wohlbefinden steigt, man fühlt sich fit. Zusätzlich sind sie reich an der Aminosäure Tryptophan, das an der Bildung des Glückshormons Serotonin beteiligt ist. Fehlt dieser Botenstoff, können Stressanfälligkeit, Depressionen und verlangsamte kognitive Leistung die Folge sein.

Ein weiteres Plus der Kerne ist ihr hoher Ballaststoffgehalt. Sie machen dadurch lange satt. Ihr hoher Proteingehalt macht Kerne zu einer hervorragenden pflanzlichen Eiweißquelle.

Sie sehen also: Zum Kuchenbacken braucht man kein Weizenmehl. Es gibt wunderbare,  leicht zugängliche und köstliche Alternativen!

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