9 Tipps zum Brot aufbewahren – so bleibt es lange frisch


 

 

 

Ihr habt uns gefragt: Wie kann man Brot lange frisch halten. Und wir haben mal recherchiert. Auf dieser Seite findet ihr die Ergebnisse…

Wie toll, dass so viele fleißige Brot-Bäcker unsere Seite regelmäßig besuchen. Wir freuen uns total, dass wir euch offenbar mit unserem Brotback-Fieber anstecken konnten!

Allerdings kam jetzt wirklich oft die Frage auf, wie man Brot, nach dem selber backen, möglichst lange frisch halten kann. Tatsächlich erreichte uns diese Frage besonders oft nach unserem Posting zum Brot backen in der Kastenform.

In diesem Beitrag geht es u.a. darum, gleich mehrere Brote auf Vorrat zu backen, um beim Brotbacken Energie zu sparen. Klar, dass man diese Brote dann auch lange frisch halten will!

Und weil euch das Thema offenbar echt interessiert, haben wir es z.B. auch in der Neuauflage unseres Buches „Brot backen in der Kastenform“ ergänzt.


Vorab: Brot auf Vorrat backen klingt erstmal logisch. Aber sinnvoll ist das nur, wenn man das Brot dann auch richtig lagern und vor allem aufessen kann, bevor es altbacken ist. Das hätten wir vielleicht direkt dazu schreiben sollen!

Denn Brot verliert leider (wie die meisten Backwaren) besonders schnell an Frische. Dies gilt besonders bei falscher Lagerung. Damit ihr aber lange Freude an eurem selbst gebackenen Brot habt, haben wir ein paar Tipps für euch, um Ihr Brot lange frisch zu halten:


Tipp 1: Brot als ganzen Laib lagern

Schneidet möglichst nur so viele Brotscheiben vom Laib ab, wie ihr direkt essen möchtet. Denn durch die größere Oberfläche trocknet geschnittenes Brot schneller aus. Am ganzen Laib bildet die Kruste einen natürlichen Schutz vor dem Austrocknen. Bereits geschnittenes Brot muss zur Lagerung hingegen entweder luftdichter eingepackt werden (was aber blöderweise die Schimmelgefahr erhöht). Oder man packt es nicht so luftdicht ein, nimmt dann aber in Kauf, dass es schneller austrocknet. Beides sind nicht gerade optimale Lösungen.


Tipp 2: Die richtige Verpackung für Brot und Brötchen

In Papiertüten packt z.B. der Bäcker das Brot ein, wenn man es dort kauft. Man sollte nun eigentlich meinen, dass er, als Experte, weiß, was die beste Verpackung ist. Doch Papiertüten bieten zwar für die erste Zeit eine gute Möglichkeit, um Brot aufzubewahren, sind aber nicht als Dauerlösung zu empfehlen. Denn das Papier nimmt die Feuchtigkeit des ganz frischen Brotes und der Brötchen zunächst gut auf. Für mehrere Tage ist es dem Brot in der Papiertüte allerdings dann doch zu trocken. Das Brot oder die Brötchen trocknen schnell aus.

Auch Plastikverpackungen (sowohl Plastiktüten als auch -dosen) sind nicht optimal. Sie haben das gegenteilige Problem von Papier: Sie erlauben es dem Brot nicht, zu atmen. Dadurch bildet sich Feuchtigkeit. Eine Brutstätte für Schimmel und Bakterien. Außerdem wird die Kruste zäh.

Besonders hygienisch sind Brotkästen aus Edelstahl und Metall. Diese müssen aber gut belüftet sein, damit das Brot nicht schimmelt.

Inzwischen sind im Handel auch Stoffbeutel zur Brotaufbewahrung erhältlich. In ihnen bleibt das Brot für mehrere Tage frisch. Allerdings tut es hier auch ein altbewährter Hausfrauen-Tipp: Ihr könnt Brot einfach in ein Küchen- oder Geschirrtuch wickeln und das Brot im Geschirrtuch aufbewahren. Das hat den selben Effekt.

Eine optimale Aufbewahrung ist z.B. im Ton- oder Römertopf möglich. Der Ton nimmt Feuchtigkeit auf und leitet sie nach außen. Ideal sind Töpfe mit glasiertem Inneren, aber unglasiertem Deckel. Diese erlauben eine optimale Luftzufuhr und Feuchtigkeitsbalance. Sie können und sollten regelmäßig gereinigt werden. Spezielle Brotkästen, z.B. aus Holz oder Stoneware, bieten ähnliche Vorteile. Je nach Brotsorte ist eine Aufbewahrung von bis zu einer Woche gut möglich.

Wenn ihr euer Brot im Römertopf backt, könnt ihr es darin auch perfekt lagern. Sucht ihr dazu passende Rezepte, empfehlen wir euch dieses Tutorial:

Die 8 besten Brotrezepte für den Römertopf


Tipp 3: Brot und Brötchen einfrieren

Möchtet ihr Brot deutlich länger aufbewahren, ist es sinnvoll, es in Scheiben zu schneiden und einzufrieren. Dann einfach vor dem Verzehr kurz toasten – so schmeckt es wie frisch gebacken. Eingefroren könnt ihr Brot und andere Backwaren mehrere Monate aufbewahren. Damit die Frische erhalten bleibt, solltet ihr Brot und Brötchen nach Möglichkeit so früh wie möglich einfrieren, nicht erst kurz bevor sie altbacken sind.

Zum Einfrieren eignen sich luftdichte Gefrierbeutel oder -dosen. Backwaren sollten im Allgemein nur einmal eingefroren werden. Brot und Brötchen also am besten portionsweise einfrieren, bedarfsgerecht entnehmen und alsbald verzehren.


Tipp 4: Brot auf die Kante stellen

Nachdem ihr das Brot angeschnitten haben, sollten ihr es auf die Schnittkante stelle. So kann die Kruste das Innere besser vor dem Austrocknen schützen. Eine relativ kleine Schnittfläche im Vergleich zur Kruste hat übrigens Kastenbrot. Falls ihr dafür Rezepte sucht, und euch für Wissenswertes rund ums Brotbacken in der Kastenform interessiert, können wir euch folgenden Blogbeitrag empfehlen:

Brot backen in der Kastenform – die besten Rezepte, Tipps & Tricks


Tipp 5: Auf Hygiene achten

Hygiene ist natürlich wichtig bei der Aufbewahrung von Lebensmitteln, das weiß jeder. Und es gilt natürlich auch bei Brot und Brötchen. Werden die Oberflächen des Lagerortes nur selten oder zu oberflächlich gereinigt, steigt die Gefahr, dass sich Schimmel bildet. Wenn ihr einen Brotkasten verwendet, solltet ihr diesen wöchentlich mit einer Mischung aus Wasser und Essig kurz auswischen. Hat ein Brot bereits geschimmelt, solltet ihr den Lagerort direkt gründlich reinigen, bevor ihr neues Brot dort lagert.

Grundsätzlich gilt: Wenn Brot schimmelt, sollten ihr das komplette Brot wegwerfen, da sich die Sporen durch das ganze Brot ziehen! Ja, es tut weh, Lebensmittel wegzuwerfen. Aber auch, wenn ihr es nicht sehen könnt – der Schimmel ist bereits ins Brot eingedrungen und kann eure Gesundheit schädigen. Also bitte hier nichts riskieren!


Tipp 6: Die richtige Temperatur zum Lagern von Brot und Brötchen

Die ideale Temperatur zur Aufbewahrung von Brot und Brötchen liegt bei ca. 12 bis 18 Grad. Das ist knapp unter Zimmertemperatur. Ist es zu warm (z.B. im Hochsommer oder in warmen Räumen), ist meist auch die Luftfeuchtigkeit zu hoch, denn warme Luft kann mehr Feuchtigkeit aufnehmen, als kühlere Luft. Der Effekt: Das Brot schimmelt rasch.

Ist es hingegen zu kalt, kommt es zur sogenannten Retrogradation: Die Stärke gibt Wasser ab und das Brot wird schneller trocken und altbacken.

Brot im Kühlschrank aufbewahren ist also keine gute Idee. Der Kühlschrank als Lagerort für Brot und Brötchen ist allerdings eine Notlösung, z.B. im Sommer, wenn sonst eine erhöhte Schimmelgefahr droht, oder bei bereits geschnittenem Brot, das luftdicht verpackt gelagert werden muss.

Kommt euer Brot aus dem Kühlschrank, und schmeckt (aufgrund der Retrogradation) altbacken? Dann können ihr es oftmals noch retten, indem ihr es leicht anfeuchtet und kurz aufbacket oder toastet. So erhält es nicht selten seinen guten Geschmack und Frische zurück.


Tipp 7: Der richtige Lagerort für Brot und Brötchen

Um dem Brot ideale Voraussetzungen für lange Frische zu bieten, sollte der Brotkasten also idealerweise an einem kühlen Platz in der Wohnung stehen. Das bedeutet: eher schattig und in einem kühlen Raum.

So eignen sich beispielsweise die Vorratskammer oder ein Küchenschrank gut, da hier die Temperatur meist leicht unter der Zimmertemperatur ist und wenig Sonneneinstrahlung zu erwarten ist.


Tipp 8: Die richtige Brotsorte wählen

Wenn ihr Brot auf Vorrat backet, bedenkt bitte, dass sich manche Brotsorten länger halten, als andere. Wer beim Backen bereits auf die richtige Sorte achtet, kann sein Brot länger aufbewahren. Helle Brote aus Mehl mit niedriger Typennummer halten sich in der Regel nur wenige Tage frisch. Je höher der Vollkorn- Kleie- oder Roggenanteil, um so mehr Wasser kann der Teig aufnehmen. Und um so länger ist eine Lagerung möglich, ohne dass das Brot austrocknet. Backt ihr also mehrere verschiedene Brote und Brötchensorten gleichzeitig, esst die helleren Brote und Brötchen daher am besten zuerst.

Darüber hinaus halten sich Brotsorten mit Sauerteig-Anteil üblicherweise etwas länger frisch, als reine Hefebrote. Wenn ihr also gern mit Sauerteig backt (oder es mal ausprobieren wollt), findet ihr hier ein Rezept für selbst gemachten Sauerteig:

Sauerteig selbst machen – super easy!


Tipp 9: Altes Brot verwerten

Nicht immer lässt es sich vermeiden, dass Brot altbacken wird. Ist es nicht geschimmelt, könnt ihr es aber trotzdem noch verwenden.

Leicht trockene Brote und Brötchen lassen sich gut aufbacken. Dazu mit etwas Wasser anfeuchten und kurz in den heißen Ofen legen. Diese neue Frische hält zwar nur wenige Stunden vor, da die gealterte Stärke Feuchtigkeit schlechter bindet. Aber wenn das Brot sofort serviert wird (gern auch noch warm aus dem Ofen) ist es dennoch ein Genuss und kaum jemand wird schmecken, dass das Brot nicht mehr frisch ist oder die Brötchen vom Vortag stammen. 😉

Helle Brotsorten eignen sich z.B. auch noch gut für Brotsalat. Semmelknödel oder Brotauflauf sind weitere Verwertungsmöglichkeiten.

Sollte euer Brot vollkommen trocken sein, können ihr es z.B. mit der Küchenmaschine reiben und zu Semmelbröseln verarbeiten. Diese bitte möglichst trocken lagern.

Semmelbrösel eigenen sich nicht nur als Panade: Beim Brotbacken könnt bis zu 10% des Mehlanteils durch dieses Altbrot ersetzen und ihrem Brot so zu neuem Leben verhelfen.


Warum lohnt es sich, Brot selbst zu backen?

Brot selber backen macht Spaß und hat einige Vorteile:

  • Ihr wisst immer zu 100%, was drin steckt. Keine künstlichen Aromen, chemischen Hilftsstoffe oder sonstiger Unsinn.
  • Es ist kreativ! Man kann sooo viele Brotvarianten ausprobieren, eine leckerer als die nächste. Eurer Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.
  • Es macht Spaß. Einige sagen, es wäre sogar meditativ. Vor allem aber ist es ein tolles Gefühl, selbst aus einfachen Zutaten etwas so leckeres zu zaubern.
  • Es ist viel einfacher, als die meisten denken. Mit den passenden Rezepten gelingen sogar absoluten Neulingen perfekte Ergebnisse.

Habt ihr nun Lust bekommen, Brot zu backen? Dann

Entdeckt hier viele weitere wertvolle Tipps & Tricks zum Brotbacken!

Ihr seid auf den Geschmack gekommen und wollt Brot selber backen? Hier findet ihr viel Wissenswertes rund um das Kneten, Gehenlassen, Backen etc. – und einige hilfreiche SOS-Tricks, falls doch mal was schief gegangen ist 😉

Brot backen: Tipps & Tricks

 


Viel Wissenswertes sowie Rezepte für geniales Brot findet ihr auch hier:

Brot backen im Topf: Die besten Rezepte, Tipps & Tricks

Die 8 besten Brotrezepte für den Römertopf

Brot backen in der Kastenform – die besten Rezepte, Tipps & Tricks

 

 


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