Zucchini-Kuchen mit Skyr-Frosting   Vor kurzem aktualisiert!


 

Skyr ist in aller Munde und gilt inzwischen als Geheimtipp und angesagter Food-Trend zugleich. Und das aus gutem Grund: Das isländische Traditionsprodukt ist gesund und vielseitig.     

 

 

Natürlich haben wir sofort mit dem tollen Produkt in unserer Backstube experimentiert.  Fazit: Zum Backen eignet sich Skyr super. Mit dem cremigen, leichten Milchprodukt lassen sich wunderbar Kuchen und Torten zaubern. Und das ganz einfach! Und weil wir so begeistert von Skyr sind, haben wir ihm ein ganzes Buch gewidmet.  

 

Hier könnt ihr einen Blick hinein werfen.    

 

Eins der Rezepte aus dem Buch möchten wir euch heute schon vorstellen. Passend zur Zucchini-Zeit und da haben wir  da mal was ausprobiert…

 

 

 

 

 

 

 

Zucchini-Kuchen mit Skyr-Frosting

 

 

 Für ein Backblech, ca. 24 Stücke

Zubereitungszeit: ca. 20 Minuten + Backzeit ca. 30 Minuten

Pro Portion ca. 428 kcal, 4,5 g Eiweiß, 27,2 g Fett, 25,7 g Kohlenhydrate

 

 

Zutaten:

Boden:

 

480 g Butter oder Margarine

380 g Zucker

75 g brauner Zucker

1 Päckchen Bourbon-Vanillezucker

6 Eier

80 ml Mineralwasser

300 g Mehl (z.B. Dinkelmehl Type 630)

1 Päckchen Backpulver

200 g Mandeln gemahlen

1 Teelöffel Zimt

¼ Teelöffel gemahlene Nelken (nach Belieben)

300g Zucchini

 

 

Zum Verzieren:    

3 Esslöffel Gelierzucker (übrigens: wie ihr Gelierzucker selbst machen könnt, erfahrt ihr hier).

½ – 1 Teelöffel abgeriebene Schale einer unbehandelten Zitrone  

150g Frischkäse  

150 g Skyr  

300g Schlagsahne  

100 g Mandeln, grob gehackt      

 

Vorbereitung:  

Alle Zutaten für den Teig sollten Zimmertemperatur haben. Nehmt sie daher rechtzeitig aus dem Kühlschrank. Legt das Blech mit Backpapier aus. Röstet die Mandeln für den Teig sowie die Mandeln zum Verzieren getrennt in einer Pfanne ohne Fett und lasst sie abkühlen. Raspelt die Zucchini fein.    

 

Zubereitung:  

 

1. Teig: Butter oder Margarine ca. 4 Minuten lang mit Zucker, braunem Zucker und Vanillezucker verrühren, bis der Zucker aufgelöst ist. Das geht am besten mit den Schneebesen des Handrührgerätes.  

2. Die Eier einzeln unterrühren. Jeweils so lange schlagen, bis die Masse homogen ist. Erst danach ein weiteres Ei zugeben. Am Ende das Mineralwasser dazugeben.  

3. Das Mehl zusammen mit dem Backpulver auf die Butter-Ei-Masse sieben. Mandeln, Zucchini und Gewürze zufügen. Auf niedriger Stufe unterrühren. Den Teig auf das Blech geben, glattstreichen und backen:  

Mittlere Einschubleiste

Umluft: 170°C ca. 30 – 35 min

Ober- und Unterhitze: 180°C ca. 30 – 35 min  

 

Mit Hilfe der Stäbchenprobe überprüfen, ob der Teig durchgebacken ist.   Nach dem Backen aus dem Ofen nehmen, ca. 10 Minuten abkühlen lassen. Anschließend den Kuchen vom Blech nehmen und auf einem Rost, Holzbrett oder einem Handtuch auskühlen lassen.  

 

4. Für das Topping die Sahne steif schlagen und den Gelierzucker sowie die Zitronenschale unterrühren. Frischkäse und Skyr unterziehen und den Kuchen mit dem Topping bestreichen. Mit den gerösteten Mandeln bestreuen.

 


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Übrigens: Hier haben wir noch einen kleinen Exkurs für euch, warum wir Zucchini so gern mögen und was dieses Gemüse so besonders macht, dass wir es sogar in Kuchen verwenden:

 

Zucchini (Cucurbita pepo) gehören – wie bereits erwähnt – zu unseren absoluten Lieblings-Gemüsesorten. Denn sie lassen sich so unglaublich variabel in der Küche einsetzen, dass der Phantasie keine Grenzen gesetzt sind. Botanisch zählen Zucchini übrigens zur Familie der Kürbisgewächse (Cucurbitaceae) und sind gar kein Gemüse, sondern Obst! Genauer gesagt: Es sind Beeren! Das Wort Zucchini stammt aus dem Italienischen und bedeutet „kleiner Kürbis“.

Zucchinifrüchte sind normalerweise dunkelgrün bis hellgrün, manchmal auch gestreift oder auch leicht gefleckt. Helle Schalen wie gelbe oder cremefarbene Zucchini sind ebenfalls möglich und erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. Es gibt wirklich sehr viele Sorten, aber bei uns ist die klassische grüne Variante am weitesten verbreitet. Man sieht sie in vielen Gärten wachsen und im Supermarkt zu jeder Jahreszeit im Gemüseregal. Die Frucht kann sehr groß werden, bis zu 40 cm lang. Aus Geschmacksgründen werden Zucchini aber meist kleiner geerntet. Größere Zucchini schmecken oftmals wässrig und werden etwas fest, jedoch haben auch sie ihre Daseinsberechtigung: Wer z.B. gern gefüllte Zucchini mag, greift oftmals eher zu diesen größeren Exemplaren zurück.

Zucchini sind besonders gesund. Obwohl sie einen sehr hohen Wassergehalt haben, enthalten sie viel Calcium, Magnesium, Eisen, B-Vitamine, Beta Carotin (die Vorstufe von Vitamin A), und Vitamin C. Zucchini enthalten etwa 19 kcal auf 100 g. Das ist sehr kalorienarm. Zucchini ist nicht nur reich an Vitaminen und Mineralstoffen, sie senken auch den Blutzuckerspiegel. Mit nur 2,2 Gramm Kohlenhydraten pro 100 Gramm (roh) gehören sie – wie alle Kürbispflanzen – zu den hervorragenden Low-Carb-Lebensmitteln. Aufgrund seines geringen Kohlenhydratgehalts bleibt der Blutzucker nach dem Verzehr stabil, was zu einem langanhaltenden Sättigungsgefühl führt.Wer auf seine Figur achtet, sollte also öfter zur Zucchini greifen. Spannend ist zudem: In der Schale stecken antioxidative Pflanzenstoffe. Diese schützen die Körperzellen und bekämpfen freie Radikale. Die schale kann man ja bei Zucchini sowieso gut mitessen, und das solltet ihr auch. Denn in ihr steckt viel Gutes. Auch die meisten Ballaststoffe der Zucchini stecken in der Schale. Die Schalen sind es also auch, die besonders lange satt machen. Nur Menschen mit wirklich sehr empfindlichem Magen sollten Zucchini vor dem Zubereiten schälen und zudem die Kerne entfernen.

Aufgrund ihres neutralen Geschmacks mögen auch viele Menschen Zucchini, die sonst nicht so für Gemüse zu begeistern sind (vor allem auch Kinder essen Zucchini oft gern). Es ist ein leicht verdauliches Gemüse, das von den meisten gut vertragen wird.

Zucchini sollten leicht kühl aufbewahrt werden. Dafür ist das Gemüsefach des Kühlschranks genau richtig, in der kühleren Jahreszeit kann man Zucchini aber auch gut ungekühlt im Keller o.ä. lagern. Frisch geerntete Ware ist im Kühlschrank zwei bis drei Wochen haltbar. Die Stiele verhindern ein vorzeitiges Austrocknen der Früchte, deshalb einfach dran lassen. Achtet beim Einkaufen auf eine unbeschädigte und pralle Haut, denn an verletzten Stellen kann sich leicht Schimmel bilden. Bei selbst geernteten Zucchini gilt das selbe, aber leider kann man es sich ja nicht immer aussuchen. Verletzte Zucchini verarbeiten wir daher möglichst zügig, während intakte Früchte einfach eine Weile eingelagert werden können.

Zucchini könnt ihr übrigens ganz bedenkenlos roh essen. Sie schaden auch ungekocht nicht (werden dann aber vom Körper nicht ganz so gut aufgeschlossen). Da allerdings konventionell angebaute Zucchini (besonders, wenn sie aus dem Ausland kommt) mit Pestiziden belastet sein können, versteht es sich von selbst, diese Zucchini immer gut zu waschen. Bei Zucchini aus dem eigenen Anbau wisst ihr selbst am besten, was drin und dran ist – und ökologisch nachhaltiger sind sie auch. Weil leider gerade im konventionellen Anbau viel mit chemischem Dünger und Pflanzenschutzmitteln gearbeitet wird, greifen wir immer auf Bio-Gemüse zurück. So auch bei den Zucchini.

Ein wichtiger Punkt, den ihr bei euren selbst angebauten Zucchini jedoch wissen solltet: Es können sich unter gewissen Umständen Giftstoffe in den Früchten und den Kernen bilden. Bei gekauften Zucchini ist dieses Phänomen komplett weggezüchtet, doch wenn ihr selbst Zucchini anbaut und sogar die Samen aus dem Vorjahr für die neue Aussaat verwendet, kann es vorkommen, dass  sich die Giftstoffe wieder bilden. Man merkt dies jedoch ganz einfach: Die Zucchini schmecken dann bitter. Der bittere Geschmack deutet auf eine hohe Cucurbitacin-Konzentration hin. Besonders die Kerne sind dann betroffen. Selbst gezüchtete Zucchini solltet ihr also vor dem Verarbeiten kurz kosten. Schmecken sie bitter, solltet ihr davon absehen, sie zu verzehren. Manchmal genügt es, die Kerne herauszukratzen, doch gelegentlich muss man die ganze Frucht entsorgen. Hier solltet ihr lieber kein Risiko eingehen.

 

Aber auch Skyr kann sich sehen lassen: Er liefert wertvolles Calcium, Eiweiß und nützliche Milchsäurebakterien, die den Darm gesund halten.

Milch, der Ausgangsstoff für Skyr, liefert Proteine, Calcium, Kalium, Magnesium, Jod und Vitamine. Mit Hilfe von Milchsäurebakterien in Skyr umgewandelt, kann Milch aber noch mehr: Skyr enthält Mikroorganismen (z.B. Lactobazillen, also Milchsäurebakterien, sowie Bifidobakterien), die natürlicherweise auch im menschlichen Darm vorkommen. Sie siedeln sich dort an und unterstützen die natürliche Darmfunktion. Dies wiederum unterstützt das Immunsystem und die Entgiftung des Körpers.

Studien belegen, dass viele Krankheiten, an denen das Immunsystem beteiligt, ihren Ursprung im Darm finden. Umgekehrt zeigte sich, dass zahlreiche Krankheiten durch Unterstützung der Bakterienflora im Darm positiv beeinflusst werden. Die Mikroorganismen im Skyr hemmen das Wachstum von Keimen, die sich negativ auswirken, etwa Fäulnisbakterien, aber auch Viren und Pilzen. Der Verzehr von Milchsäurebakterien mit probiotischen Eigenschaften trägt dazu bei, eine bakterielle Fehlbesiedelung zu normalisieren. Zudem geht man davon aus, dass prebiotische Lebensmittel das Risiko für Darmkrebs auch dadurch senken, in dem sie zellschädigende Enzyme hemmen.

Zu beachten ist, dass bei der Zufuhr über die Nahrung nur ein Teil der positiv wirkenden Mikroorganismen den Darm erreicht. Ein Großteil fällt leider der Magen- und Gallensäure zum Opfer. Daher sollte die tägliche Portion milchsaurer Lebensmittel lieber etwas größer ausfallen oder aus wissenschaftlich getesteten prebiotischen Joghurts o.ä. bestehen, die eine höhere Konzentration an Mikroorganismen enthalten, die zudem resistent gegenüber der Magensäure sind.

 

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