Raffinierte Marmeladen-Ideen – zum Verschenken oder selbst genießen   Vor kurzem aktualisiert!


 

 

 

 

Wie ihr wisst, sind wir richtige Marmeladen-Fans. Marmelade selber kochen macht Spaß und ist super einfach. Es ist einfach eine schön, kreative Tätigkeit in der Küche. Und man kann Gelles, Konfitüren und Marmeladen auch wunderbar verschenken. Ein Grund mehr, einmal einen umfangreichen Sammelpost über Marmeladen zu verfassen.

Bestimmt habt ihr schon einige Marmeladesorten im Kopf, die man so kennt. Marmelade wie von Oma! Damit macht man nie was verkehrt. Wir haben heute für euch aber mal ein bisschen was anderes:

Außergewöhnliche Marmeladen-Rezepte zum Verschenken oder selber Naschen


Vorab: Die Rezept für die meisten der hier vorgestellten Marmeladensorten haben wir extra in zwei Varianten für euch eingestellt:

 

⭐️ Einmal das Rezept für den herkömmlichen Kochtopf

 

⭐️ und zudem das Rezept für den Kochmixer (z.B. Monsieur Cuisine oder Thermomix)

 

…so könnt ihr die Marmelade immer so kochen, wie es für euch am besten passt.


Ihr könnt alle Marmeladen natürlich auch zuckerarm oder sogar zuckerfrei kochen (z.B. mit diesem selbst gemachten Gelierzucker):

Gelierzucker selbst machen

 


Selbstgemachte Marmelade – ein liebevolles Geschenk aus der Küche

Besonders als individuelles Geschenk aus der eigenen Küche kommt eine selbst gekochte Marmelade oder Konfitüre immer gut an. Vor allem, wenn sie einfach mal was anders ist, als die „normale“ Marmelade, die man so kennt. Dann wird sie dem Beschenkten nicht nur ein Lächeln ins Gesicht zaubern, sondern auch besonders gut in Erinnerung bleiben.

Das Tolle: Eine Marmelade hält sich super lange. Das hat zwei entscheidende Vorteile für Marmeladen, die ihr als Geschenke einplant:

  • Ihr könnt Marmelade, Gelee und Konfitüre theoretisch einfach dann kochen, wenn bestimmte Zutaten Saison haben. Das ist günstig und nachhaltig. So fangt ihr z.B. den Sommer ein und macht ihn für die kalte Jahreszeit haltbar.
  • Der Beschenkte muss die Marmelade nicht zügig verzehren, sondern kann sie bedenkenlos aufheben

Ein weiterer Kniff ist es, Marmelade aus tiefgekühltem Obst zu kochen: Ihr möchtet eine bestimmte Fruchtsorte verarbeiten, aber die hat gerade keine Saison? Kein Problem – greift einfach auf tiefgekühlte Obstsorten zurück. Oder: Eine bestimmte Obstsorte hat gerade Hochsaison, aber ihr möchtet die Marmelade erst zu einem späteren Zeitpunkt kochen? Dann bereitet die Früchte einfach entsprechend vor (also putzt und schält sie ggf., entkernt sie und schneidet sie in gleichmäßige Würfel), dann friert ihr das Obst ein. Am besten so, dass ihr es später gut portionieren könnt. Auf diese Weise lassen sich auch perfekt Marmelade und Konfitüre gemeinsam aus Früchten kochen, die nicht gleichzeitig reif werden.

Unser Tipp grundsätzlich, wenn ihr Konfitüre, Gelee und Marmelade zubereitet: Bereitet einfach einige hübsche – gern auch eher kleine – Gläser mit Marmelade zum Verschenken zu. So habt ihr immer ein kleines, liebesvolles Geschenk oder Mitbringsel, selbst wenn es mal schnell gehen muss!

Und so eignet sich eine Marmelade, wenn ihr sie schon vorbereitet habt, auch perfekt als Last-Minute-Geschenk. Schnell gemacht und hübsch verpackt, habt ihr im Handumdrehen ein kleines, nettes Mitbringsel, das der oder die Beschenkte dann vernaschen kann, wenn ihm danach ist.

Übrigens: Da so eine Marmelade ungekühlt aufbewahrt werden kann, eignet sie sich auch z.B. als Mitbringsel, wenn man eine Weile unterwegs ist, oder als Inhalt für einen selbst gemachten Adventskalender!

Hier auf der Webseite könnt ihr euch Etiketten runterladen, um sie auszudrucken und an eure selbst gemachte Marmelade zu heften. So habt ihr immer in wenigen Minuten ein tolles Geschenk parat, z.B. für eine kurzfristige Einladung, spontanen Besuch oder wenn’s einfach schnell gehen muss.


Noch mehr Geschenkideen

 Wenn ihr auch gern Geschenke selbst zaubert, und auf der Suche nach weiteren kretiven Ideen seid, dann haben wir zwei Bücher für euch, die wir euch gern vorstellen möchten:

Zum einen unseren langjährigen Bestseller: Geschenke aus der Küche, der kürzlich ein kleines Make-over erfahren hat. In diesem Buch findet ihr über 100 Ideen für selbstgemachte Geschenke aus der eigenen Küche. Ganz viele davon auch absolut „Last-Minute-tauglich“.

Neu erschienen ist zudem ein Buch für den beliebten Monsieur Cuisine, den Kochmixer vom Discounter: Monsieur zaubert Geschenke aus der Küche, das 125 kreative Rezepte mit dem beliebten „Thermomix-Klon“ mitbringt. Dementsprechend findet ihr hier auf der Seite natürlich auch die meisten Rezepte in beiden Varianten: Einmal für den Monsieur Cuisine (oder jeden anderen Kochmixer) und einmal für den normalen Kochtopf.

 

 


 


Viele der hier vorgestellten Rezept sind übrigens inspiriert von unserem Bestseller Monsieur kocht Marmelade, Konfitüre & Gelee.

Wenn ihr mögt, werft doch mal einen Blick hinein. Ihr findet in der Vorschau bereits die ersten Rezepte und viel Wissenswertes 👍🏻 – übrigens sind alle Rezepte in diesem Buch natürlich auch auf dem herkömmlichen Herd nachkochbar 😉


Wir haben im Buch Monsieur kocht Marmelade darauf geachtet, dass:

⭐️ die Rezepte besonders einfach nachzumachen sind.

⭐️ sowohl moderne Rezeptideen wie auch klassische Lieblingsmarmeladen vorkommen.

⭐️ die Rezepte mit dem Kochmixer easy nachzukochen sind, denn dafür haben wir sie optimiert. Alle Rezepte in diesem Buch sind für den bekannten Kochmixer vom Discounter ausgelegt, aber das meiste ist auch total einfach mit dem Haushaltsüblichen Mixer, Pürierstab oder auf dem Herd umsetzbar.

…Und so sind über 100 Rezepte für Marmelade und Konfitüre zusammengekommen!


 

Neugierig? Dann schaut doch auch die Webseite zum Buch an! Dort findet ihr Rezepte, Tipps & Tricks, z.B.:

Monsieur kocht Marmelade – die Webseite zum Buch


Nun aber zu den Rezepten:

 

 

 

 

 

 

 

 

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Winzer-Weihnacht – mit Trauben und Rum

Herrlich winterlich, mit den Aromen von Zimt und Rum, ist diese Marmelade nur etwas für Erwachsene. So raffiniert sie schmeckt, so einfach ist sie zuzubereiten, diese selbst gemachte Marmelade. Überzeugt euch selbst:

Marmeladenidee zur Winterzeit: Winzer-Weihnacht

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Amarena-Konfitüre

Wer mag keine Amarenakirschen? Den tollen Geschmack könnt ihr jetzt als Marmelade genießen:

Amarena-Konfitüre

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Bratapfel-Marmelade mit Marzipan

Wenn es draußen kühler wird, sehnen wir uns nach etwas Wärme und Heimeligkeit. Da kommt ein Bratapfel gerade Recht! Und genau diese Aromen könnt ihr einfangen – in dieser tollen Marmelade, die herrlich nach Winter und Gemütlichkeit schmeckt. Und dabei so erstaunlich einfach zuzubereiten ist:

Winterliche Bratapfel-Marmelade mit Marzipan

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Kürbis-Marmelade…

…mit Pumpkin Spice! Diese Marmelade mit Orangen, Kürbis und dem typischen herbstlichen Pumpkin-Spice schmeckt nicht nur zu Halloween. Sondern auch den ganzen Winter über. Sie ist ganz einfach zu machen, aber wird euch bestimmt überraschen. Denn der Mix aus fruchtiger Orange und mildem Kürbis schmeckt einfach himmlisch!

Herbstliche Kürbis-Marmelade

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Zucchini-Apfen-Gin-Konfitüre

Eine Konfitüre mit Zucchini? Ja, das solltet ihr ausprobieren! Die Kombination aus Äpfeln und Zucchini, aromatisiert mit einem Schluck Gin, wird nicht nur Gin-Liebhaber überzeugen. Diese Marmelade ist wirklich etwas Besonderes. Besonders lecker!

Zucchini-Apfel-Gin-Konfitüre

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Wassermelonen-Konfitüre

Eine Konfitüre mit erfrischenden Wassermelonen schmeckt nicht nur im Hochsommer köstlich! Der unverwechselbare Geschmack der Melone verzaubert euch zu jeder Jahreszeit. Probiert es unbedingt mal aus und überzeugt euch selbst!

Wassermelonen-Konfitüre

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Apfel-Ananas-Marmelade

Diese Marmelade ist herrlich süß und ein wenig exotisch. Sie schmeckt nach Urlaub, Sommer und Lebensfreude. Lasst sie euch nicht entgehen. Das Tolle: Ihr müsst keiner frischer Ananas dafür verwenden, sondern könnt natürlich auch tiefgekühlte Früchte nehmen. Dadurch könnt ihr diese tolle Marmelade jederzeit kochen, wenn euch danach ist!

Apfel-Ananas-Marmelade

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Aprikosen-Chai-Gelee

Hier gibt Chai-Tee eine zart-würzige Note, die einfach perfekt zu den süßen Aprikosen passt. Damit ist diese Konfitüre wirklich einmal eine Kreation, wie man sie nicht alle Tage sieht. Probiert es aus – es ist sooo einfach! Aber sooo lecker!

Zartes Aprikosen-Chai-Gelee

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Gelierzucker selber machen

Wer beim Marmeladekochen etwas weniger Zucker verwenden möchte, für den haben wir da was: Die heute vorgestellten Konfitüren- und Marmeladensorten gelingen nämlich auch perfekt mit Gelierzucker 3:1. Und sogar 4:1 ist gut möglich. Oder – wenn ihr mögt – mit zuckerfreiem Gelierzucker! Wie ihr diesen selbst machen könnt? Das haben wir hier für euch verlinkt.

Natürlich inklusive einiger nütlizlicher Tipps & Tricks rund um das Marmelade kochen mit wenig Gelierzucker – oder sogar komplett zuckerfrei.

Gelierzucker selbst machen


Ebenfalls lecker:

Beeren-Chia-Marmelade ohne Kochen

Schnell & lecker: Marmeladenkuchen


Mehr Ideen gesucht? Dann schaut doch mal hier!

 

 

 

 


 

Tipps & Tricks für perfekte Marmeladen, Konfitüre & Gelee

Nur beste Zutaten verwenden

Marmelade, Gelee oder Konfitüre schmeckt immer so gut, wie die verwendeten Zutaten. Achten Sie daher auf Qualität. Vor allem verdorbene Früchte sollten Sie also rigoros aussortieren. Verwenden Sie nur reifes Obst – dieses hat den besten Geschmack. Übrigens können Sie auch aus tiefgefrorenem Obst Marmelade kochen. Haben Sie also beispielsweise die Möglichkeit, günstig an größere Mengen Obst zu gelangen oder werden im Garten alle Erdbeeren zur gleichen Zeit reif? Dann können Sie die Früchte einfach putzen, einfrieren, und zu einem späteren Zeitpunkt weiter verarbeiten.

Die zweite wichtige Zutat für Marmelade ist ein Geliermittel. Man kann z.B. Agar-Agar oder Pektin verwenden. Beides gibt es in der Apotheke, im Reformhaus und natürlich online zu kaufen. Viel einfacher und bekannter ist aber die Methode, Gelierzucker zu nutzen. Dies ist nichts anderes, als eine Mischung aus herkömmlichem Zucker und Pektin sowie oftmals noch ein wenig Zitronensäure. Die Mischung ist jeweils bereits vom Hersteller so optimiert, dass sie besonders gelingsicher ist. Zudem ist Gelierzucker in jedem Supermarkt erhältlich. Aus diesen Gründen greifen wir in den Rezepten in diesem Buch auf diese sehr bekannte Zutat zurück. Übrigens: Anders als viele Menschen annehmen, enthält Gelierzucker keine Gelatine, sondern ausschließlich Pektin, welches aus Früchten (z.B.Äpfeln) gewonnen wird. Damit ist Gelierzucker vollkommen frei von tierischen Inhaltsstoffen.

Obst oder Saft?

Klassische Konfitüren werden aus ganzen Früchten gekocht. Doch auch aus Saft lassen sich köstliche Aufstriche zaubern. Dies ergibt dann ein Gelee. Ein Mix aus Saft und ganzen Früchten ist ebenfalls möglich. Werden in diesem Buch Säfte verwendet, empfehlen wir Ihnen, Säfte mit 100% Fruchtgehalt zu wählen oder diese einfach selbst herzustellen. Wie Sie z.B. Beeren, Kirschen, Trauben etc. mit Hilfe Ihres Monsieur Cuisine einfach selbst entsaften können, erfahren Sie im Bonuskapitel am Ende dieses Buches.

Marmelade, Konfitüre oder Gelee – was ist eigentlich der Unterschied?

Zunächst einmal zur Wortherkunft: „Konfitüre“ leitet sich vom lateinischen Wort „conficere“ ab, welches „zusammenbringen“ oder „anfertigen“ bedeutet. Das Wort „Marmelade“ stammt von „marmelo“, dem portugiesischen Wort für „Quitte“. Und „Gelee“ entstammt wieder dem Lateinischen. Es leitet sich von „gelare“ ab, was „gefrieren“ bedeutet. Der Grund ist, dass beim Gelieren, ebenso wie bei der Eisbildung, etwas Flüssiges fest wird.

Doch was ist der Unterschied? Am einfachsten ist es mit Gelee. Dieses wird immer aus Fruchtsaft (oder ggf. einer anderen Flüssigkeit) hergestellt. Zwischen Marmelade und Konfitüre ist es aber komplizierter: In einigen deutschsprachigen Regionen unterscheidet man Marmelade von Konfitüre traditionell dadurch, dass Konfitüre noch Stückchen enthält, während Marmelade dies nicht tut. In wieder anderen Regionen ist der Sprachgebrauch schlicht so, dass alle entsprechenden Produkte pauschal als „Konfitüre“ (vor allem im Schweizer Sprachraum) oder als „Marmelade“ (in Österreich und den meisten deutschen Regionen) bezeichnet werden.

Doch die offizielle Regelung sieht wieder ganz anders aus: Die Europäische Gemeinschaft wollte 1979 die Bezeichnungen für fruchtige Brotaufstriche vereinheitlichen und hat folgenden Regelung erlassen:

Produkte, die aus Fruchtsaft hergestellt werden, müssen als Gelee bezeichnet werden. Produkte, die aus ganzen Früchten, Fruchtmark oder sogenannten „Fruchtpulpen“ gekocht werden, heißen Konfitüre. Und alle Produkte, die entsprechend aus Zitrusfrüchten hergestellt werden, dürfen die Bezeichnung Marmelade tragen.

Dies sorgt regelmäßig für Verwirrung, denn die meisten Menschen bleiben im Alltag bei den in ihrer Gegend üblichen Bezeichnungen. Und so redet man in den meisten deutschsprachigen Regionen doch eher von „Erdbeer-Marmelade“, „Aprikosen-Marmelade“ und Co., obwohl korrekterweise die Bezeichhnung „Konfitüre“ zuträfe, während die Schweizer alles weiterhin als „Konfi“ oder „Konfitüre“ bezeichnen, was aus Obst und Zucker eingekocht wird. Lassen Sie sich also nicht verwirren – Sie dürfen ihren geliebten, selbstgemachten Brotaufstrich natürlich weiterhin so nennen, wie Sie möchten.

Mengenangaben genau einhalten

Je genauer Sie die Mengenangaben in den Rezepten einhalten, umso besser gelingt das Ergebnis. Bei der Dekoration dürfen Sie aber selbstverständlich variieren. Wenn Sie möchten, geben Sie einige der verwendeten Kräuter und Gewürze mit ins Glas. Eine Zimtstange, ein wenig Sternanis, einige Blütenblätter, einige Orangen- oder Zitronenzesten o.ä. verleihen Ihrer Konfitüre eine persönliche Note.


Gelierprobe

Um sicherzugehen, dass die Marmelade oder Konfitüre fest wird, machen Sie vor dem Abfüllen eine Gelierprobe: Dazu 1 Teelöffel der heißen Konfitüre auf einen kalten Teller geben. Den Teller nun leicht schräg halten. Verläuft die Masse zügig, muss die Konfitüre noch ein wenig weiter kochen, zunächst ca. 1 – 2 Minuten. Danach können Sie erneut eine Gelierprobe durchführen. Wird die Masse nach kurzer Zeit fest, hat die Konfitüre die Gelierprobe bestanden und kann abgefüllt werden. Ansonsten verlängern Sie die Kochzeit erneut.


Die richtigen Marmeladengläser

Welche Gläser Sie bevorzugen, ist letztlich Geschmackssache. Große Gläser sind einfach und schnell zu befüllen, aber kleine Gläser bieten den Vorteil, dass Sie mehr einzelne Portionen erhalten. Das ist praktisch, denn wenn kleine Gläser einmal geöffnet sind, sind sie schneller leer gegessen und nichts wird schlecht. Auch haben Sie so ggf. mehrere hübsche Gläschen zum Verschenken parat.

Welche Verschlussart ist am besten geeignet? Oma hat früher Gläser mit Gummiring und Bügelverschluss verwendet. Wir haben einige Gläser-Varianten durchprobiert, darunter auch diese klassische Version. Aber letztlich sind Marmeladengläser mit Schraubverschluss doch praktischer. Sie können bedenkenlos mehrmals verwendet werden, solange der Schraubverschluss sauber und intakt ist. Auf diese Weise können Sie auch schonmal Gläser von gekaufter Marmelade oder anderen Lebensmitteln im Glas recyceln (der Deckel muss aber immer aus Metall sein und sicher schließen). Generell zu bevorzugen sind Sturzgläser – das sind Gläser mit einer breiten Öffnung, durch die man perfekt an die Marmelade heran kommt. Eine breite Öffnung und eine eher flache Form erleichtern es, den Inhalt aus dem Glas zu holen.

Sauber und hygienisch arbeiten

Marmelade hält nur dann wirklich lange, wenn beim Verarbeiten alles sauber ist. Kochgeschirr, Gläser etc. müssen gut gereinigt sein. Sonst droht u.a. Schimmelbildung. Reinigen Sie die Gläser zuerst gründlich mit Spülmittel bzw. in der Spülmaschine und kontrollieren Sie dann nochmal genau, ob wirklich keine Rückstände mehr vorhanden sind. Danach werden die Gläser noch einmal mit sehr heißem, am besten sogar kochendem, Wasser ausgespült. Eine kleiner Menge Gläser können Sie auch – mit der Öffnung nach unten – im Dampf-Einsatz des Monsieur mit der Dampfgar-Funktion in ca. 15 Minuten sterilisieren. Die Gläser danach umgedreht auf einem sauberen Geschirrtuch trocknen lassen.

Eine häufige Quelle für Schimmelbildung sind Marmeladenreste, die am Verschluss des Glases haften und ein luftdichtes Verschließen unmöglich machen. Achten Sie daher beim Einfüllen der heißen Flüssigkeit pingelig genau darauf, dass nichts am Rand haften bleibt. Ist es doch einmal geschehen, können Sie den Rand notfalls sogleich mit einem sauberen Küchentuch gründlich reinigen, bevor Sie das Glas verschließen. Aber Achtung, dass Sie sich hierbei nicht verbrennen! Um das Einfüllen zu erleichtern und einem Malheur vorzubeugen, empfehlen wir Ihnen, einen entsprechenden Einfülltrichter zu verwenden. Eine Anschaffung, die sich lohnt!

Sicherheit

Bedenken Sie immer: Die frisch gekochte Marmelade ist sehr heiß. Vermeiden Sie es unbedingt, sie mit der Haut zu berühren. Auch die befüllten Gläser sind natürlich zunächst sehr heiß. Sollten Sie heiße Marmelade auf die Haut bekommen, spülen Sie diese sofort mit kaltem Wasser ab und kühlen Sie die Stelle einige Minuten mit fließendem kalten Wasser. Marmeladenspritzer auf Oberflächen entfernen Sie am Besten erst nach dem Abkühlen.

Beim Befüllen der Gläser leistet ein feuchtes Geschirrtuch gute Dienste: Legen Sie es unter die Marmeladengläser. So haben diese einen festen Stand und rutschen nicht umher. Zusätzlich hindert das feuchte Tuch die Gläser daran, zu zerspringen, wenn die heiße Masse hinein kommt. Denn es leitet die Wärme schnell ab. Ein einfacher Trick also, der für mehr Sicherheit sorgt!

Übrigens: Da beim Marmeladekochen Spritzer häufig vorkommen, sollten Sie ihre Hände und Arme vor der heißen Flüssigkeit schützen. Schon das Tragen von Einweg-Handschuhen (vor allem während des Befüllens der Gläser) kann die Hände etwas schützen und ist zudem hygienischer. Die Unterarme schützt mal sehr einfach einem Handtuch, das man um die Arme wickeln kann, oder einfach, in dem man lange Ärmel trägt.

Auf den Kopf stellen?

Das kennt jeder: Nach dem Einfüllen und verschließen dreht man die Gläser um und lässt sie einige Minuten auf dem Kopf stehen. Warum eigentlich? Ganz einfach: Das tötet Bakterien und Keime ab, die evtl. noch auf dem Deckel haften. 5 Minuten „Kopfstand“ genügen. Oma machte es schon so. Und auch heute handhaben noch zahlreiche Hausfrauen das so. Inzwischen weiß man aber: Durch das Auf-den-Kopf-stellen lösen sich im Verschluss moderner Marmeladengläser gelegentlich ungewollte Stoffe, z.B. Weichmacher oder Metall-verbindungen. Daher raten einige Experten heute davon ab. Sind Gläser und Deckel vor dem Einfüllen ausreichend sterilisiert, sollte der Kopfstand auch nicht nötig sein. Im Glas entsteht so oder so eine enorme Hitze, die auch bis in den Deckel hinein reicht und unliebsame Keime abtötet.

Wir haben beide Versionen getestet und konnten bezüglich der Haltbarkeit keinen Unterschied feststellen. Daher raten wir in unseren Rezepten nicht ausdrücklich dazu, die Gläser auf den Kopf zu stellen, da wir festgestellt haben, dass dies keinen Effekt auf die Haltbarkeit der Marmeladen hat.

Zuckergehalt und Haltbarkeit

Der Zuckergehalt der Marmelade beeinflusst ihre Haltbarkeit. Denn Zucker konserviert und hemmt Keime am Wachstum. Klassische Marmeladen und Konfitüren werden oft im Verhältnis von einem Teil Früchte zu einem Teil Zucker gekocht (1:1). Hierbei ist die Haltbarkeit am höchsten, jedoch auch der Gehalt an ungesundem Zucker. Der Fruchtgeschmack ist nicht so intensiv. In diesem Buch haben wir Rezepte zusammengestellt, die im Verhältnis von zwei Teile oder sogar drei Teile Frucht zu einem Teil Zucker zubereitet werden (2:1 bzw. 3:1). Der Vorteil: Ein intensives Geschmackserlebnis und ein zeitgemäßer, etwas gesünderer Genuss.

Unserer Erfahrung nach halten sich auch Marmeladen in diesem Mischungsverhältnis sehr lange – oft sogar über Jahre. Allerdings empfehlen wir, sie an einem kühlen Ort zu lagern und vor Licht zu schützen. Denn egal, wie viel Zucker Sie verwenden, Marmeladen verlieren mit der Zeit ihre schöne Farbe, wenn sie Licht ausgesetzt sind. Es gibt sogar Menschen, die bewahren besonders zuckerarme Marmeladensorten gekühlt auf. Dies ist allerdings bei den hier vorgestellten Rezepten nicht nötig. Alle in diesem Buch beschriebenen Rezepte sind (eine entsprechend hygienische Verarbeitung vorausgesetzt) ohne Kühlung über viele Monate bis Jahre haltbar.

 

Überblick behalten & verschenken

Wichtig für den Überblick ist das Beschriften der Gläser. Diese Infos sollten Sie unbedingt auf den Gläsern vermerken: Was ist drin und wann wurde es verarbeitet? Schreiben Sie das direkt nach dem Abkühlen auf die Gläser. Zum Beschriften eignen sich z.B. Klebe-Etiketten oder wasserfeste Stifte.

Möchten Sie die Gläser verschenken, können Sie zusätzlich schöne Etiketten ausdrucken oder kaufen, die Sie z.B. mit einem hübschen Band an die Gläser binden. Verzieren Sie sie zusätzlich, in dem Sie die verwendeten Zutaten am Glas befestigen. So weiß der Beschenkte, was ihn erwartet – und es sieht zudem besonders liebevoll aus. Bei einer Marmelade mit winterlichen Gewürzen können Sie z.B. eine Zimtstange und etwas Sternanis am Glas befestigen, bei einer Orangenmarmelade eine getrocknete Orangenscheibe, bei Konfitüre, die Blüten, Kräuter oder Gewürze enthält, binden Sie diese mit ein. Oder schneiden Sie ein Stoffstück zu und befestigen Sie es über dem Deckel, um dem Marmeladenglas ein rustikales Aussehen, wie von Oma, zu verleihen.


Ihr seid auf der Suche nach mehr Rezeptideen für Geschenke aus der Küche?

 

 

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