Brot mit 3erlei Urgetreide & wenig Hefe und langer Gehzeit (No-Knead-Brot) 1


  Brot im Topf zu backen – das hat viele Vorteile, geht einfach und gelingt so leicht, dass dieser Trend immer beliebter wird!  

Denn durch das Backen im Topf…

  • Bekommt euer Brot die perfekte Form
  • Erhält das Brot einen tolle Kruste
  • Klappt es auch ohne aufwändiges, langes Kneten und Falten des Teiges
  • Macht das Backen nahezu keinen Schmutz in der Küche und im Ofen
  • Können sogar Anfänger super Brot backen

Wir haben wir bereits Anfang 2020 ein Buch über diese Backmethode geschrieben (werft doch einfach mal einen Blick rein) und backen natürlich auch weiterhin im Topf. Weil das Backen im Topf so angesagt ist, widmen wir ihm sogar eine eigene Seite in unserem Blog. Eine Übersicht, sozusagen, auf der ihr alles Wichtige findet:   

Tipps, Tricks und Wissenswertes zum Brotbacken im Topf (z.B. Brot backen im gusseisernen Topf, im Dutch Oven oder sogar Kochtopf)

Brot backen im Topf: Die besten Rezepte, Tipps & Tricks

 


Nun aber zum Rezept des heutigen Tages:    

Brot mit 3erlei Urgetreide

 

 

 

Für 1 Brot mit ca. 780 g

Nährwerte pro 100 g ca.: 236 kcal, 1 g Fett, 7 g Eiweiß, 48 g Kohlenhydrate

Zubereitungszeit: 12 Minuten (zzgl. Gehzeit und Backzeit)

 

Zutaten:

200 g Emmervollkornmehl

100 g Haferflocken 

2 Esslöffel Leinsamen

150 g Dinkelmehl Type 630

285 ml lauwarmes Wasser

2 Esslöffel Öl, z.B. Sonnenblumenöl

3 Teelöffel Salz

1/2 Teelöffel Trockenhefe oder ca. 10 g frische Hefe

Etwas Öl sowie Haferflocken, Mehl oder Grieß zum Einfetten

 

Zubereitung:

1. Gebt alle Zutaten in eine Schüssel. Knetet den Teig mit den Knethaken des Handrührgerätes glatt. Knetet nur so lange, bis keine Mehlnester mehr zu sehen sind, längeres Kneten ist nicht nötig. Wenn ihr mögt, könnt ihr den Teig auch einfach mit einem großen Löffel glattrühren. Er ist relativ weich.

2. Deckt den Teig ab und lasst ihn an einem warmen Ort ca. 30 Minuten gehen. Dann nochmals kurz durchkneten bzw. -rühren.

3. Gebt den Teig in einen gefetteten und gut mit Haferflocken, Mehl oder Grieß ausgestreuten oder mit Backpapier ausgelegten Römer- oder Kochtopf oder gusseisernen Topf und lasst ihn abgedeckt 1,5 bis 2 Stunden gehen – bis sich das Volumen verdoppelt hat. Wenn Ihr mögt, bestreut den Teig nun noch mit etwas Mehl und ritzt die Oberfläche nun mit einem Messer ein. Backt das Brot ihn im nicht vorgeheizten Backofen. Dabei während der ersten 30 Minuten den Deckel geschlossen halten.

Mittlere Einschubleiste

Umluft: 175°C ca. 50 – 60 Minuten

Ober- und Unterhitze: 180°C ca. 55 – 65 Minuten


 

 

 

 

 

 

 

Übrigens: Wenn ihr euch für das Brotbacken mit Urgetreide oder das Brot backen ohne Kneten interessiert, schaut doch mal hier rein:

 

 

 

 

 

 


Gut zu wissen: Dieses Brot könnt ihr auch im Römertopf backen.

Mehr Infos und Wissenswertes sowie Rezepte zum Brot Backen im Römertopf findet ihr übrigens hier:

Die 8 besten Brotrezepte für den Römertopf (inkl. Tipps & Tricks)

 


Damit euer selbst gebackenes Brot lange frisch bleibt, haben wir hier einige Tipps & Tricks für euch – 

So bleibt Brot lange frisch & lecker:

9 Tipps zum Brot aufbewahren – so bleibt es lange frisch

 

 


…und was passt perfekt zu selbst gebackenem Brot? Genau! Selbstgekochte Marmelade. So wie diese hier:

 


 

Ihr mögt es, euer Brot selbst zu backen? Dann gefallen euch vielleicht auch die folgenden Rezepte:

Sauerteig selbst machen – super easy!

Die Hefe, die nie leer wird

 


Ihr kocht und backt gern? Dann sind diese Rezepte bestimmt was für euch:

 

 

Brot backen in der Kastenform – die besten Rezepte, Tipps & Tricks

 

 

 

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Übrigens: Dieses Brot ist richtig gesund:

Vollkorn ist gesund: Ballaststoffe und Vitamine schützen den Darm. Wer viel Vollkornbrot isst, senkt sein generelles Krebsrisiko um bis zu 34%. Die Ballaststoffe reduzieren die Produktion von Gallensäure, die z.B. Darmkrebs begünstigt. Sie sorgen auch dafür, dass der Blutzuckerspiegel nicht in die Höhe schnellt und verhindern damit größere Insulinausschüttungen. Die Bauchspeicheldrüse dankt es.

Gerade Dinkel ist ein beliebtes Getreide zum Brotbacken. Dabei ist das „Trendgetreide“ der bewussten Ernährung eines der ältesten Getreide, das kulitiviert wurde und darf sich sogar „Urgetreide“ nennen. Denn Dinkel wurde bereits vor rund 8.000 Jahren in Ägypten angebaut und verbreitete sich mit der Völkerwanderung bis nach Europa. Obwohl das Korn auch hier jahrhundertelang sogar als Grundnahrungsmittel galt, geriet es ab dem 19 Jahrhundert zunehmend in Vergessenheit und wurde vor allem durch den ertragreicheren Weizen verdrängt. Erst in den letzten Jahren tritt der Dinkel wieder seinen Siegeszug in unseren Breiten an.

Dinkel gilt als gesund und gut verträglich. Schon die heilkundige Nonne Hildegard von Bingen empfahl Dinkel als Speise, die allerlei gesundheitliche Beschwerden lindern oder ihnen vorbeugen konnte. Ähnlich wie der nah verwandte Weizen ist Dinkel reich an Gluten. Dinkel enthält jedoch mehr Mineralstoffe und Spurenelemente als Weizen. Da Dinkel eiweißreich ist, wird er als gut sättigend empfunden.

Egal ob Dinkel oder eine andere Getreidesorte: Bei der Verwendung von Getreide wird generell zu Vollkorn geraten. Ärzte nehmen zudem an, dass Ballaststoffe Krebs besonders im Darmbereich verhindern, indem sie die Transitzeit des Stuhls verkürzen. So gelangen weniger schädliche Stoffe in die Blutbahn, der allgemeine Kontakt von Giftstoffen mit körpereigenem Gewebe wird reduziert. Ballaststoffe können aber noch mehr: Sie binden Karzinogene und können schützende Fettstoffe im Darm bilden.

Hinzu kommen Stoffe, die menschlichen Hormonen ähneln: Die Phytoöstrogene. Sie gleichen Hormonschwankungen aus und wirken sich daher positiv bei der Vorbeugung von hormonabhängigen Krebserkrankungen aus.

Auch wenn in der Presse und der Literatur immer mal wieder vor Getreide – besonders Weizen – gewarnt wird: Unsere gängigen Getreidesorten sind gesund. Sie enthalten Vitamine, Mineralien und viele weitere Stoffe, die Ihrer Gesundheit guttun. Lediglich der Konsum im Übermaß ist nicht zu empfehlen. Genießen Sie also das volle Korn – in Maßen. Damit tun Sie sich etwas Gutes. Experten raten übrigens zu zwei Scheiben Vollkornbrot pro Tag. Es dürfen aber natürlich auch Getreideflocken, Bulgur oder ganze, gekochte Körner sein.


Essentielle Aminosäuren im Hafer unterstützen den Aufbau von Muskeln, Nerven und die Bildung von Botenstoffen. Ballaststoffe regulieren die Verdauung. Hafer kennen die meisten vor allem in Form von Haferflocken. Im Vergleich zu anderen Getreidesorten, z.B. Weizen, Roggen oder Gerste ist Hafer sehr nährstoffreich. Mit rund 12% Eiweißanteil ist Hafer für ein Getreide sehr proteinreich.

Der Eiweißanteil besteht hauptsächlich aus den Aminosäuren Isoleucin, Leucin, Lysin, Methionin, Phenylalanin und Valin, die der Körper nicht selbst bilden kann – sie müssen also von außen zugeführt werden.

Isoleucin, Leucin und Valin werden zum Aufbau der Muskelzellen benötigt bzw. zu deren Erhalt benötigt. Lysin trägt zum Wachstum, zur Bildung von Enzymen, Hormonen und Antikörpern sowie zur Kollagensynthese und zur Gesundheit der Knochen bei und spielt eine wichtige Rolle bei der Reparatur von Gewebe.

Die Aminosäure Methionin wird sogar als Medikament verwendet, unter anderem zur Vermeidung von Nierensteinen, zur Hemmung des Bakterienwachstums bei Blasenentzündungen und als Bestandteil von Infusionslösungen zur Ernährung. Phenylalanin ist an der Synthese wichtiger Botenstoffe beteiligt und muss vor allem bei Stress in höherer Menge aufgenommen werden, um den Körper ausreichend zu versorgen.

Zudem enthält Hafer Mineralstoffen wie Magnesium, Kalium, Eisen, Calcium, Phosphor und Zink, Vitamine aus der B-Gruppe sowie Vitamin E. Aufgrund eines großen Ballaststoffanteils gilt Hafer als Heilmittel bei Magen-Darm-Beschwerden. In Haferkleie ist der Ballaststoffgehalt besonders hoch!

Die unverdaulichen Ballaststoffe des Getreides bilden einen Schleimfilm, der sich schützend auf Magen- und Darmschleimhaut legt. Verdauungsbeschwerden und Entzündungen können so gelindert werden bzw. abheilen. Der hohe Ballaststoffgehalt sorgt auch dafür, dass Hafer lange sättigt. In Haferkleie tritt dieser Effekt potenziert zu Tage.

Haferflocken sind vielseitig einsetzbar, nicht nur als Müsli oder Haferbrei, sondern auch beim Backen und Kochen. Haferflocken eigenen sich beispielsweise, um Aufläufen eine schöne Kruste zu geben oder um Formen auszustreuen um ein Anbacken zu vermeiden.

Hafermehl oder Haferflocken können beim Backen einen Teil des Mehls ersetzen und Haferkleieflocken können sogar als Soßenbinder oder zum Andicken kalter und warmer, süßer und herzhafter Speisen verwendet werden.

 


Leinsamen schützt den Verdauungstrakt, die Omega-3-Fettsäuren beugen Entzündungen vor. Leinsamen ist gleich dreimal gesund: Die Körner sind reich an herzschützenden Omega-3-Fettsäuren, wirken als Darmschutz und sind ein natürlicher Krebs-Hemmer. Doch der Reihe nach:

Leinsamen enthält Lignane, die zu den pflanzlichen Hormonen gehören. Die Wirkung ähnelt der des menschlichen Östrogens, sie kann aber auch wie ein Anti-Östrogen wirken (dies hängt von komplizierten Regelmechanismen im Körper ab).

Lignane können dadurch den Hormonhaushalt ausgleichen – was sich positiv auf die Entstehung hormonabhängiger Tumore (z.B. in Brust und Prostata) auswirkt. Ein weiterer Pluspunkt dieses Phytohormons ist seine Wirkung gegen Wechseljahrbeschwerden und Osteoporose.

Während Lignane in der Randschicht vorkommen, hat es auch das Innere in sich: Den ungewöhnlich hohe Anteil an Alpha-Linolensäure von rund 50%. Alpha-Linolensäure gehört zu den Omega-3-Fettsäuren. Diese wiederum spielen eine Rolle bei der Vorbeugung von Entzündungsreaktionen im Körper und sind für ihre positive Wirkung auf Herz und Blutgefäße sowie als Zellschutz bekannt.

Am berühmtesten ist aber die Wirkung von Leinsamen als sanftes Abführmittel. Die Körner können aufquellen und dabei bis zum 3-fachen ihres ursprünglichen Volumens erreichen.

Dies wiederum regt die Peristaltik (Darmbewegung) an. Das Besondere dabei sind die beim Quellen austretenden Schleimstoffe, die sich wie ein Schutzfilm über die Magen- und Darmschleimhaut legen. Verdauungsbeschwerden werden dadurch effektiv reguliert und entzündete oder gereizte Schleimhäute können sich regenerieren. Die Verdauung wird beschleunigt, so dass Giftstoffe schneller ausgeschieden werden.

Leinsamen erhalten Sie im gut sortierten Supermarkt oder im Reformhaus. Dabei ist es unerheblich, ob Sie den gelben oder brauen Leinsamen bevorzugen, jedoch sollten Sie zu geschroteten Körnern greifen, da diese intensiver wirken.

Streuen Sie den Leinsamen z.B. über Müsli, rühren Sie sie in Joghurt ein oder fügen Sie sie beim Backen hinzu. Bei akuten Verdauungsbeschwerden können Sie auch etwa einen Esslöffel der Samen direkt zu sich nehmen. Beachten Sie dann aber, mindestens ein großes Glas Wasser dazu zu trinken, damit der Leinsamen ausreichend quellen kann.

Lagern Sie Leinsamen bitte gut verschlossen und nicht zu lange. Sobald er ranzig riecht, sollten Sie die Körner entsorgen. Falls Sie Leinsamen nicht mögen, können Sie dennoch von der herzschützenden Wirkung profitieren, in dem Sie in der Küche für Ihre kalten Speisen (Salate, Dips, etc.) Leinöl verwenden.


Darum lohnt sich das Brotbacken zu Hause:

  • Ihr wisst immer zu 100%, was drin steckt. Keine künstlichen Aromen, chemischen Hilftsstoffe oder sonstiger Unsinn.
  • Es ist kreativ! Man kann sooo viele Brotvarianten ausprobieren, eine leckerer als die nächste. Eurer Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.
  • Es macht Spaß. Einige sagen, Brotbacken wäre sogar meditativ. Vor allem aber ist es ein tolles Gefühl, selbst aus einfachen Zutaten etwas so leckeres zu zaubern.
  • Es ist viel einfacher, als die meisten denken. Mit den passenden Rezepten gelingen sogar absoluten Neulingen perfekte Brote und Brötchen.
  • Es ist günstiger, als Brot zu kaufen. Zumindest, wenn ihr auf die Qualität des Brotes Wert legt, und besonders, wenn ihr auch mal etwas Außergewöhnliches probieren wollt, kommt ihr nicht um einen guten Handwerks-Bäcker drum herum. Und der hat seinen Preis (natürlich zu Recht). Wer aber selbst backt, spart kräftig. Besonders, wenn ihr z.B. mehrere Brote gleichzeitig backt, und so die Energiekosten je Brot auch noch senken könnt. Wer noch mehr Energie sparen will, backt im Brotbackautomat. Der verbraucht nur ca. 1/4 des Stroms, den ein Backofen benötigt.

 

 


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