Apple-Curd (…wie Lemon Curd, nur besser)   Vor kurzem aktualisiert!


 

Geschenke selbst machen statt kaufen – das ist nicht nur ein Trend, sondern auch eine Herzens-Sache. Dieser Apple-Curd kommt als Geschenk bestimmt gut an. Vor allem jetzt, in der Apfelzeit! Aber auch zum selber-Naschen eignet sich dieser tolle Brotaufstrich. Und er ist auch eine super Zutat, um z.B. Tates zu bestreichen oder Kuchen zu füllen. Also ein vielseitiger Alleskönner in der süßen Küche.

 

Das Rezept stammt übrigens aus unserem Buch Geschenke aus der Küche, das kürzlich ein kleines Make-over erfahren hat. In diesem Buch findet ihr über 100 Ideen für selbstgemachte Geschenke aus der eigenen Küche. Ganz viele davon auch absolut „Last-Minute-tauglich“.

 

Fun-Fact: Hier auf der Webseite könnt ihr sogar noch die passenden Etiketten runterladen, um an eure selbst gemachten Geschenke zu heften. So habt ihr im besten Fall in 5 Minuten ein tolles Geschenk gezaubert, z.B. für eine kurzfristige Einladung, spontanen Besuch oder wenn’s einfach schnell gehen muss. Länger als ein paar Minuten dauern einige der Rezepte nämlich nicht (z.B. Gewürzmischungen oder Backmischungen für Plätzchen oder Mischung für selbstgemachte Pralinen). Wir haben euch ja bereits einige Rezepte für selbstgemachte Geschenke hier auf der Seite vorgestellt. Sie stammen alle aus dem Bestseller „Geschenke aus der Küche“.

 

Die 13 besten Geschenkideen aus der Küche

 

Wir haben in unserem Buch darauf geachtet, dass:

…die Rezepte einfach nachzumachen sind.

…Ihr keine ausgefallenen Zutaten braucht.

…Die Geschenkideen sich auch als Last-Minute-Geschenke eignen.

Viele der Rezepte sind zudem super, um sie z.B. zusammen mit Kindern zuzubereiten (größere Kinder können sie sogar selber nachkochen oder -backen). So entstehen Rezepte, die garantiert von Herzen kommen! ❤️

 

 

 

 

Jetzt aber zum Rezept des Tages:

 

 

Apple Curd

 

Zutaten

450 g Äpfel (geschält, entkernt)

100 ml Wasser

2 Zitronen oder Limetten

120 g Butter (ungesalzen)

1 Prise Salz

440 g Zucker

4 Eier

1 Messerspitze Zimt (nach Belieben)

 

 

Zubereitung:

1. Äpfel würfeln. Mit dem Wasser in einen Topf geben, aufkochen und 8 – 10 Minuten mit Deckel gar ziehen lassen.

2. Zwischenzeitlich die Zitronen oder Limetten auspressen und die Schale abreiben. Achtet dabei darauf, nichts von der weißen Haut zu erwischen, da diese bitter schmecken kann.

3. Die gekochten Äpfel pürieren, z.B. mit dem Pürierstab. Mit den übrigen Zutaten, außer den Eiern verrühren.

4. Die Masse nun umfüllen in eine Rührschüssel und über dem heißen Wasserbad erhitzen.

5. Wenn die Butter in der Apfel-Masse geschmolzen ist, die Temperatur des Wasserbades zurückschalten (das Wasser darf nicht mehr kochen). Die Eier unter Rühren zufügen. Mit dem Schneebesen oder Pürierstab kräftig schlagen, so dass die Masse dick und cremig wird, das dauert ca. 10 Minuten.

6. In sterilisierte Gläser füllen. Sofort verschließen. Im Kühlschrank aufbewahren (hält sich ca. 4 Wochen).

 


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Übrigens: Vielleicht fragt ihr euch, warum wir eigentlich solche Apfel-Fans sind..?

Na ganz einfach: Äpfel sind super gesund, sie sind sehr vielseitig in der guten Küche einsetzbar und sie sind lecker. Aber vor allem: Äpfel sind ein regionales Produkt, dass im Idealfall nicht um die halbe Welt transportiert werden muss. Weil sich Äpfel lange halten, können sie, wenn sie hierzulande reif sind, eingelagert werden und sind dann viele Monate lang aus regionalem Anbau verfügbar. Die Umwelt freut sich darüber. Und auch der Geldbeutel profitiert davon. Äpfel sind nämlich ein sehr günstiges Lebensmittel. Wer Glück hat, kann sie sogar selber ernten. Entweder im eigenen Garten, oder vielleicht ja auf einer Streuobstwiese oder auf öffentlichem Grund. Falls ihr dazu Lust habt, aber keinen Apfelbaum im Garten habt, empfehlen wir euch die Seite Mundraub: https://mundraub.org/ – dieses gemeinnützige Projekt hat sich zur Aufgabe gemacht, frei zugängliche Obstbäume (aber auch z.B. Wildkäuter, Nussbäume etc.) zu kartografieren, so dass Interessierte direkt in der Natur sammeln gehen können. Die Regeln und natürlich die Orte, an denen es Essen in der Natur zu entdecken gibt, findet ihr auf der Webseite.

Nun aber zurück zu unserem Protagonisten, dem Apfel:

Ihr kennt doch sicher den Spruch „One apple a day keeps the doctor away.“ – Und vielleicht ist an dieser Redensart ja was Wahres dran das Lieblings-Obst der Deutschen – also der Apfel – enthält sage und schreibe 300 Biostoffe und ätherische Öle. Aber nur 54 Kilokalorien pro hundert Gramm. Damit sind Äpfel gesund und sogar noch kalorienarm!

In der Schale und im Fruchtfleisch des Apfels stecken jede Menge Mineralstoffe (z.B. Kalium, Magnesium, Eisen, Phosphor) und sekundäre Pflanzenstoffe, die unter anderem das Krebsrisiko mindern und Herzinfarkt sowie Arterienverkalkung vorbeugen. Ein großer Pluspunkt, der für den Apfel spricht, sind zudem seine Ballaststoffe, wie etwa Pektin. Ballaststoffe regen die Verdauung an und senken zugleich den Cholesterinspiegel. Sie sind auch dafür verantwortlich, dass Äpfel lange satt machen und nach dem Verzehr von Äpfeln das Risiko für Heißhungerattacken sinkt. Der hohe Anteil an unverdaulichen Stoffen, den Ballaststoffen, sorgt dafür, dass Äpfel lange sättigen und den Blutzuckerspiegel nur sehr langsam ansteigen lassen. Dies beugt wiederum Heißhunger vor. Die Ballaststoffe regen zusätzlich die Peristaltik, also die Bewegung von Magen und Darm, an. Schadstoffe werden auf diese Weise schneller ausgeschieden und können dadurch weniger Schäden am Gewebe verursachen.

Australische Forscher konnten sogar belegen, dass Äpfel mit ihrem hohen Gehalt an Flavonoiden dazu beitragen, Herz und Blutgefäße zu schützen. Dabei fanden die Forscher heraus, dass durch den Verzehr von Äpfeln eine Entspannung der Blutgefäße herbeigeführt wurde. Bedingt wurde dies durch einen steigenden Stickstoffmonoxid-Spiegel im Blut. Stickstoffmonoxid ist für die Entspannung der Blutgefäße verantwortlich und senkt dadurch die Gefahr von erhöhtem Blutdruck und Herzerkrankungen. Die Apfelsorte mit dem höchsten Flavonoid-Gehalt ist übrigens die beliebte Sorte Pink Lady.

Äpfel sollten mit Schale gegessen werden, da die meisten Nährstoffe dort sitzen. Vorher ist allerdings gründliches Waschen unerlässlich. Dies gilt besonders für konventionell gezüchtete Äpfel, die oftmals direkt nach der Ernte mit Wachsen versehen werden, das vor Schädlingsbefall während Transport und Lagerung schützen soll. Wer das Glück hat, Äpfel vom Bauern oder sogar aus dem eigenen Garten zu bekommen, muss sich über diese Wachsbeschichtung natürlich keine Sorgen machen. Und grundsätzlich lohnt es sich, nach Bio-Äpfeln Ausschau zu halten. Denn wie gesagt: Die Schale sollte man möglichst mit essen. Und da ist es einfach besser, wenn das Obst mit möglichst wenigen Pestiziden in Kontakt gekommen ist.

Ökologisch und regional angebaute Äpfel sind also  in jedem Fall die bessere Wahl und schmecken auch noch besser. Äpfel aus der Region werden nämlich wirklich erst dann geerntet, wenn sie reif sind und haben dadurch den höchsten Gehalt an Vitaminen und wertvollen Pflanzenstoffen sowie einen volleren Geschmack. Äpfel, die einen weiten Weg vor sich haben, werden oftmals kurz vor dem optimalen Reifezeitpunkt gepflückt, damit sie auf dem Transport nachreifen können. Das geht aber leider (unter anderem) zu Lasten des Geschmacks.

Äpfel lassen sich auch zu Hause lange lagern, jedoch solltet ihr sie nicht mit anderen Früchten zusammen aufbewahren: Äpfel verströmen ein Gas, das andere Früchte schneller reifen und verderben lässt. Das Gas hindert allerdings auch Bakterien am Wachstum und hilft, Äpfel länger haltbar zu machen. Daher ein kleiner Tipp: Packt euren Apfelvorrat in eine Tüte oder einen Behälter, in dem sich das Reifegas sammeln und anreichern kann, und lagert das ganze gut verschlossen kühl und dunkel. So halten sich die Äpfel sehr lange. Lediglich beschädigte Früchte fangen leider schnell an zu verderben und sollten konsequent aussortiert werden. Am besten, ihr bereitet diese sofort zu. Äpfel, die nur kleine Druckstellen haben, müssen natürlich nicht entsorgt werden. In der Regel reicht es, die betroffene Stelle wegzuschneiden. Der Rest kann gegessen werden. Übrigens sind auch die Kerne weniger giftig, als viele Menschen denken. Besonders, wenn sie nicht gekaut, sondern einfach heruntergeschluckt werden, kommt der Körper kaum in Kontakt mit den gefürchteten Stoffen Amygdalin oder Cyaniden, die in den Kernen vorkommen. Und selbst wenn ihr einmal einen Kern zerbeißt: Ein Erwachsener müsste (je nach Studienlage) ca. 150 bis knapp 4.000 (!) gemahlene Apfelkerne essen, um auf eine tödliche Dosis dieser Giftstoffe zu kommen. In einem Apfel sind aber nur 20 Kerne drin.

Kaum ein Obst ist so vielseitig wie der Apfel. Er kann roh gegessen werden und macht sich etwa in Obstsalaten, Müsli oder pur hervorragend. Zudem ist er als Backzutat beliebt, als Brei und Kompott, sowie auch als Saft und Wein. Essen Sie jedoch öfter mal einen Apfel ganz roh und pur: Das reinigt, pflegt und massiert Zähne und Zahnfleisch.

Wusstet ihr schon, dass in Supermärkten immer nur die gleichen sieben Sorten Äpfel angeboten werden? Dabei ist die Vielfalt riesig. Allein in Deutschland gibt es rund 3.000 Apfelsorten. Weltweit sind es sogar 8.000! Besonders die alten Sorten erleben so langsam wieder eine kleine Renaissance. Wenn möglich, probiert doch einmal seltene bzw. alte Apfelsorten wie etwa den „Altländer Pfannkuchenapfel“, die „Ananasrenette“, „Goldparmäne“ oder den „weißen Klarapfel“!

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